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Re: beidseits Ohrlöcher bei Jungs
geschrieben von Johannes am 27.06.2005 um 22:38:03 - als Antwort auf:
Re: beidseits Ohrlöcher bei Jungs von Luke
>>>Da muss ich dir absolut Recht geben Johannes! Beidseits bei Jungs ist im Moment echt total in. ...
>>Ich hoffe du hast von meinem Posting nicht nur den ersten Satz gelesen. Im Hauptteil hatte ich nämlich geschrieben, dass ich mir ziemlich sicher bin, dass beidseitige Ohrringe bei Jungs in einiger Zeit total "out" sind. Zum Schluss hatte ich gefragt: "Was dann?"
>Hm, ich denke, der Trend wird sich eher noch verstärken.
>Ist m.E. ein Ausdruck von Normalisierung der Sache. Ohrringe führen bei Männern ja längst nicht mehr zur sozialen Stigmatisierung, sondern sind lediglich eine modische Stilfrage zwischen modern oder klassisch. Damit fällt die Bedeutung des einseitigen Männerohrrings als irgendwie intellektuelles Differenzierungsmerkmal weg. Normalerweise tendieren Menschen aber zur Symmetrie, daher wird man als Mann bald entweder Ohrringe (plural i.S. von min. 1-1) oder eben keine tragen, so wie früher bei den Frauen auch. Unsymmetrische Verteilungen stellen ja immer Betonungen, bewusste Spannungen dar ...
Kann gut sein, dass sich der Trend noch verstärkt, obwohl ich glaube schon einige Anzeichen einer Abflachung bemerkt zu haben: Es gibt weniger Jungs mit Erststeckern als noch vor einem Jahr und auch eine gannze Menge Jungs mit leeren Löchern. Die gab es vor einem Jahr nicht.
Mit meiner Vorhersage, dass beidseitige Ohrringe in nicht allzu ferner Zukunft "out" sein werden meine ich auch keine Rückkehr zu einseitigen, sondern dass Ohrringe in männlichen Ohrlöchern ganz stark zurück gehen werden. Ein Effekt wird z. B. sein, dass, wenn Jungs unter 14 reihenweise damit rumlaufen, die älteren das Interesse verlieren. Die Jüngeren werden ihnen folgen.
Wenn es zu einer Normalisierung kommt, wie du schreibst, wenn beidseitige Ohrringe in männlichen Ohrläppchen also etwas ganz Normales werden, verlieren sie ihren Reiz und es treten die auf den Plan, die meinen, dass es ohne Ohrringe oder mit etwas ganz anderem viel cooler ist.
Bis vor 3 Jahren hatten sich blondierte Haare zu etwas ganz Normalem entwickelt, als sie plötzlich binnen eines halben Jahres verschwanden. Tattoos und Piercings (Ohrläppchen und Nase mal ausgeklammert) waren dabei etwas ganz Normales zu werden. Inzwischen hat der Trend ganz stark nachgelassen und findet sich auf zahllosen "Out"-Listen wieder. Arschgeweihe (symmetrische Tribal-Tattoos unten am Rücken) waren "mega in", heute werden sie als lächerlich verspottet. Je heftiger der Trend, umso stärker der Rückgang.
Die Ohrringe bei Jungs sind eindeutig ein heftiger Trend, da ansonsten eher dezente Outfits "angesagt" sind und sogar viele Frauen ohne Ohrschmuck rumlaufen.
Auch wenn das ganze den Anschein einer Normalisierung hat, der Trend wird in nicht sehr langer Zeit enden. Ich sage nicht, dass man dabei nicht mitmachen soll, aber man sollte sich schon überlegen was man macht, wenn es von den Klassenkammeraden plötzlich heißt: "Ohrringe sind doch was aus der Vorzeit" oder "Die sind doch voll schwul"
Darüber stehen oder rausnehmen? Stören dann die leeren Löcher, die auf jeden Fall sichtbar bleiben?
An die bisher nicht überzeugten: Mitte der 90er waren einseitige Ohrlöcher bei Jungs "mega in" und eigentlich völlig normal. Das änderte sich aber: In den Jahren 99 - 2001 trug fast kein männliches Wesen Ohrringe im Ohrläppchen. Die Löcher blieben leer.
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