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Re: Seit wann faszinieren euch Ohrringe
geschrieben von Ludger am 23.01.2007 um 14:11:00 - als Antwort auf:
Seit wann faszinieren euch Ohrringe von Marc
Hallo Marc,
ich war in der 9. Kalsse, als einige Mädels mit Ohrsteckern aus den Osterferien zurückkamen. Das war irgendwie der Auslöser. Seitdem üben Ohrringe auf mich eine unvergleichliche Faszination aus. Da Ohrschmuck bei meiner Mutter wie auch bei meinen Schwestern nie angesagt war, ja eher abgelehnt wurde, war diese Faszination für mich in einer Art Tabuzone angesiedelt. Vielleicht wurde es dadurch auch erst recht interessant.
So etwa 3 Jahre später habe ich mir mit einer Stecknadel mal selbst ein Ohrläppchen durchgestochen, das aber nur so für 10 Minuten. Und, weil es ja vermeintlich verboten war, war ich auch froh, daß keiner den Einstichpunkt später bemerkte, jedenfalls sagte niemand was.
Einige wenige weitere ähnliche Selbstversuche kamen dann in den folgenden Jahren noch dazu, insbesondere, nachdem ich meine eigene Wohnung hatte, aber irgendwie war das nie wirklich so toll, wie ich mir das dachte.
Erst als ich mich an einem Samstag mal mit zitternden Knien in ein Juweliergeschäft wagte und mir da richtige Ohrstecker schießen ließ - in der Aufregung ließ ich mir gleich zwei Löcher ins linke Ohrläppchen machen - war das dann wirklich ein Highlight. Ich habe die Stecker dann, immer noch ein Feigling, gleich am Wochenende wieder rausgezogen. Und nach 4 Tagen war schon nichts mehr davon zu sehen. Doch losgelassen hat mich das Erlebnis nicht mehr. So habe ich inzwischen noch einige weitere Erst-Stecker aus ähnlichen Aktionen gesammelt.
Wobei ich sagen muß, daß ich eigentlich nie dauernd mit Ohrring(en) herumlaufen wollte, schon gar nicht im Beruf. Aber so mal gelegentlich in der Freizeit oder im Urlaub, da könnte ich mir's schon vorstellen.
Doch weil ich dann doch auch wissen wollte, wie denn die Reaktionen von Leuten, die mich kennen, ausfallen, habe ich, als vermeintlich harmloseste Variante, meine Friseuse als Testperson ausgesucht. Das war so vor etwa 4 Jahren: Damals habe ich mir einen Tag vor einem Friseurbesuch wieder einen Stecker schießen lassen. Am Tag drauf war die Rötung des Ohrläppchens schon weitestgehend abgeklungen.
Und mit Stecker im Ohr bin ich dann bei meiner Friseuse aufgetaucht. Natürlich hatte ich mir einen Termin geben lassen, um sicherzustellen, daß ich nicht von jemandem anderen bedient werde. Die hat dann, als ich noch wartend in einer Zeitschrift blätterte, mich wie immer kurz begrüßt, aber an einem etwas verstohlenen zweiten vergewissernden Blick habe ich gemerkt, daß sie die Veränderung sofort bemerkt hatte.
Ich durfte dann auf dem Stuhl Platz nehmen und sie fragte mich, wie immer hinter mir stehend mit Blickkontakt über den Spiegel, wie's denn diesmal geschnitten werden soll und all diese Sachen. Und erst, als das besprochen war, beugte sie sich etwas vor und betrachtete mein Ohr von der Seite, dann schaute sie mir wieder über den Spiegel ins Gesicht und grinste mich bloß an. Ich wußte nicht, was ich sagen soll und so haben wir keinen Ton darüber geredet.
Als ich dann beim nächsten Mal wieder ohne Ohrstecker ankam, dann fragte sie nach einer Weile, wo denn der Ohrring sei. Und auf meine Antwort, daß mir das dann doch nicht so gefallen und ich ihn deshalb wieder rausgenommen hätte, meinte sie nur: "Schade, der hat Ihnen gut gestanden!"
Vielleicht hat sie ja recht gehabt - aber Feigling bleibt eben Feigling!
Das war so meine (bisherige) Ohrring-/Ohrloch-Geschichte
Gruß
Ludger
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