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Re: Borderline personality and multiple earrings: a possible correlation?
geschrieben von Piercloch am 13.03.2007 um 16:21:00 - als Antwort auf:
Re: Borderline personality and multiple earrings: a possible correlation? von
das mauz
Das ist doch mal wieder - liebe Mauz - der klassische Versuch, die Ohrloch- und im weiteren Sinne die Piercingfans in die kranke Ecke zu drängen. Die einzige Borderlinerin, die mir bekannt ist, war die Schauspielerin Jennifer Nitsch. Sie hat sich immer wieder selbst Verletzungen beigebracht. Vor drei Jahren hat sie sich dann selbst in den Tod gestürzt. Merkwürdigerweise hatte sie m.W. nicht mal normale, geschweige denn mehrfachgepiercte Ohren.
Nein, das ist mal wieder der all zu willkommene Versuch, von 1 auf n zu schließen.
Übrigens stehe ich überhaupt nicht auf Schmerzen. Das Ergebnis zählt. Nämlich der Schmuck in meiner abgeheilten Haut. Natürlich ist es schön, wenn ich den Schmuck an (in) mir baumeln spüre. Aber nur, wenn's nicht weh tut. All zu schnell stupfen die Nerven leider ab und man spürt kaum mehr was. Deshalb öfter mal den Schmuck wechseln. Und damit ich ihn spüre, darf er ruhig auch etwas schwerer sein. Gruß
>Hi,
>jener Psychiater sagt auch in keiner Weise, dass man umgekehrt von vielen Ohrlöchern ein Borderline ableiten könne. Er hat eine übergreifende Beobachtung gemacht und bittet um Feedback von den Lesern, also wahrscheinlich vor allem von Kollegen.
>Und wenn ihr mich fragt: was der beobachtet hat, ist einfach nur logisch.
>Ich zitiere mal Wikipedia.de/Borderline:
>>>Selbstverletzendes Verhalten [...] ist symptomatisch. Typische Formen sind z. B. Aufkratzen von Mückenstichen, in schwereren Fällen auch das Zufügen von Biss- oder Schnittwunden [[warum also kein Ohrloch?]]. [...] Selbstverletzung findet also vor allem zur Selbstbestrafung, zum Spannungsabbau sowie um "sich selbst zu spüren" statt. Neuere Forschungsergebnisse zeigen, dass Borderline-Patienten ein verringertes Schmerzempfinden besitzen, das heißt auf einen Schmerzreiz weniger reagieren als Vergleichspersonen. Dies wird auf einen aktiven Unterdrückungsmechanismus des Gehirnes zurückgeführt.<<
>Warum sollte sich jemand, der nach einem Weg sucht, "sich zu spüren" und Spannungen abzubauen, und der noch dazu weniger Schmerzen spürt, sich nicht ein Ohrloch stechen, statt sich z.B. in die Arme zu schneiden (was auch viele Borderliner tun, aber nicht nur die). Das ist auch eine Verletzung und erfüllt den Zweck, ist aber gesellschaftlich akzeptiert.
>Ich bin überzeugt, dass das mit mehreren Ohrlöchern bei Borderlinern deshalb nicht in der Literatur auftaucht (wie der Arzt sagt), weil entweder nicht darauf geachtet wurde (weil das ja viele Leute haben, wie Oli schon sagt), und wenn darauf geachtet wurde, dachte der Arzt wahrscheinlich: logisch - fällt unter Erscheinungsformen von Verletzung, um sich zu spüren.
>Gruß,
>das Mauz
>>Also ich denke ein klassischer Fall von nicht verstandener Wahrscheinlichkeitsrechnung eines Psychologen.
>>Er glaubt eine Korelation festzustellen aufgrund einer recht kleinen Fallzahl ( 1. Fehler ) er kennt nicht die Haeufigkeit von multiplen Ohrloechern in der Alersgruppe 16-32 (2. Fehler). Ich auch nicht ! aber 80 % koennten hier in den USA schon hinkommen und damit bilden seine Patienten lediglich den Durchschnitt ab !
>>Der Admin Oli
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