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Re: Über das Ohrlochstechen als Geburtstagsgeschenk – 1962

geschrieben von Karline Henkel am 26.05.2007 um 16:27:00 - als Antwort auf: Re: Über das Ohrlochstechen als Geburtstagsgeschenk – 1962 von AdminOli
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>Liebe Karline,
>was man Dir da 1962 angetan hat war natuerlich wirklich nicht in Ordnung gewesen. Hast Du Dir dann spaeter die Ohrlaeppchen freiwillig nocheinmal durchstechen lassen ?
>Admin Oli


Lieber Herr Oli!

Nein, ich habe mir natürlich nicht noch einmal die Ohrlöcher durchstechen lassen. Würde mir nicht einfallen. Unbehaglich, wegen dem erlebten Zusammenhang, an so was zu denken. Bedauerlicherweise waren diese Löcher nie zugewachsen. Die Ohrlöcher waren zeitweise durch ein wenig Seifenablagerung nur mal leicht verstopft, was dann in späteren Jahren nicht mehr erfolgte. Das hätte dann wohl schon ambulant behandelt gehört, damit es sich bei mir wieder richtig schließen hätte können. Wäre froh gewesen, wenn es so funktioniert hätte, das diese Löcher zugewachsen wären und ich ohne diese Erinnerung daran, mir eigene neue schön plazieren gekonnt hätte. Vielleicht wäre mir dann schon eher, später als erwachsene Frau, ein Gedankenspiel darüber möglich gewesen. Wer weiß? Nach dem Motto, was wäre wenn, kann ich aber nichts genaues sagen.

So suche ich in jeder mißlichen Episode, auch wenn es manchmal sehr schwer war, etwas positives zu finden. Wie z.B. für mich als Verdrängungskünstlerin von negativen Daten, hilft es mir in bestimmten Situationen sehr, mich immer wieder der Realität zu besinnen, wenn ich dabei an den Umgang mit diesen Leuten, ihrem Gesinnungskreis, meiner biologischen Mutter und der Scheinmutter denke. Diesen Leuten ihren Charakter und Tun habe ich durch ihre Taten so zusagen von ihnen persönlich hautnah beigebracht bekommen, als das mir über diese Leute ihre Handlungsweisen noch jemand etwas schön reden könnte.

Gewissermaßen kann man es auch als meine Ausbildung von Kindesbeinen an, daß ich sie alle so richtig kennen gelernt habe, betrachten.

Natürlich habe ich auf meinem Lebensweg auch ganz besonders gute Menschen erlebt, wie beispielsweise die so kuragierte Erzieherin, die sich selbst persönlich dafür bemächtigt hat, meiner Scheinmutter entgegen zu treten und mich dabei auch von den üblen schmerzhaft eitrigen Ohrringen befreit hat.

Alles Liebe
Karline

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