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Re: Meine Geschichte
geschrieben von micha am 27.05.2008 um 02:23:11 - als Antwort auf:
Re: Meine Geschichte von Mick
| | Als Anzug- und Krawattenträger im Job kommen bei mir absolut keine sichtbaren Piercings, noch nicht einmal Ohrlöcher, in Frage. Doch gerade dieser Aspekt, dass es nämlich beruflich nicht geht, erhöht den Reiz von Ohrringen und Piercings nur noch mehr. |
Mick, ich verstehe dich nicht ...
| | Hallo Micha!
Ich seh das ein bißchen differenzierter. In manchen Jobs ist es einfach nicht erwünscht. Wenn ich jetzt eine super bezahlte Stelle hätte wo das nicht geht, würde ich sie auch nicht deshalb riskieren...
Andererseits glaube ich kaum, dass wenn er sich Löcher schießen läßt und diese nach 3 Wochen Urlaub abgeheilt sind, davon jemand Notiz nehmen würde. Er müßte halt jeden Morgen die Stecker rausnehmen und Abends wieder reingeben. Nach 3 Wochen sollten 8 Stunden ohne Schmuck kein Problem sein.
Andere Leute, solange sie nicht auch einen Faible dafür haben, achten da meiner Erfahrung nach viel weniger darauf als man denkt. Mein Cousin hatte anfangs einen Ohrring links, was in der Familie diskutiert wurde. Als er sich ein halbes Jahr später rechts ein Loch und links ein zweites schießen hat lassen, ist es die längste Zeit niemandem aufgefallen - außer mir :-) |
Hallo Mick,
ich persönlich bin und bleibe ein verbohrter Krawattenhasser. Nicht nur weil sie ein Ausdruck eines modischen Einheitsbreis für Männer im Geschäftsleben sind sondern auch ein Ausdruck der Zugehörigkeit zu einer selbsternannten Machtelite. Das einzig interessante, was da noch stattfindet, ist die Krawattenfarbe. Der Gewerkschaftsbonze trägt einen knallroten Schlips bei der Aufsichtsratssitzung. Ebenso ein SPD-Politiker bei einer Fernsehdiskussion, obwohl der sich selbst für Orange schämen müsste. Der grüne Emporkömmling darf sogar eine grüne Krawatte tragen. Eine gelb-blau gestreifte Westerwelle-Krawatte ist natürlich problemlos. Dieses alberne Spielchen machen alle Manager und Politiker mit. Bis herab zum Bankangestellten am Schalter, der immerhin ein bißchen mehr Freiheit bei der Farbauswahl hat.
Glaubst du ernsthaft, dass aus dieser angepassten Karrierewelt jemals auch nur ein bescheidener Männerohrstecker entsprungen wäre? Nöh, diese Mutarbeit haben dir andere abgenommen. Wie Azubis, Hippies, Punks, Schwule und was weiß ich noch wer ...
DENEN hast DU zu verdanken, dass es heute nicht mehr karriereschädlich ist, einen Ohrstecker zu tragen. Das sagst du ja sogar selbst! Ich finde, du solltest mal über dein Mutpotenzial und deine Zivilcourage nachdenken. Ich bin schon vor zwanzig Jahren als Selbständiger bei meinen Kunden mit einem Ohrring aufgekreuzt. Ich wüsste nicht, wo mir das spürbar geschadet hat.
LG, micha
@Marc
Tja, das ist der Unterschied zwischen dir und mir. Ich trage seit Jahren unter T-Shirts, was auch unter einer Krawatte und einem Seidenhemd möglich ist. Es gibt nichts Gutes außer man tut es(*g*)
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