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Re: Durchbohren des Ohrläppchens
geschrieben von Daniel am 25.11.2008 um 18:25:48 - als Antwort auf:
Re: Durchbohren des Ohrläppchens von maximilian
| | Das tut ja nur beim Hinsehen schon extrem weh - Autsch! |
Also in der Begleitpublikation (pdf am Seitenende) steht folgendes:
Die Durchbohrung des Ohrläppchens wird in der im Film gezeigten Weise
auch bei Mädchen durchgeführt. Die Kinder können entscheiden, ob und
wann sie die Perforation vornehmen lassen. Es gibt einige Erwachsene, die
kein zur Aufnahme von Schmuck geeignetes Loch im Ohrläppchen haben,
sei es, weil sie die Durchbohrung abgelehnt oder weil sie den Prozeß der
Dehnung zu früh abgebrochen haben, so daß das Loch ganz oder teilweise
vernarbte.
[...]
Wenige Tage nach erfolgter Durchbohrung des Ohrläppchens [...] muß das betroffene
Kind das Perforationsstäbchen (amol dongona) leicht drehen, so da8 es vom Gewebe
nicht zu fest umschlossen wird oder gar einwächst.
[...]
Die Lobusperforation führt in nur seltenen Fallen zu Infektionen, vermutlich
deshalb, weil der frisch zugespitzte Holzstab einigermaßen keimfrei ist
und weil eine gute Anpassung der Eipo an pathogene Alltagskeime besteht.
In wenigen Fällen hatten sich Komplikationen eingestellt, welche dazu führten,
daß die Betroffenen ärztliche Behandlung suchten.
[...]
Die im Film gezeigten Kinder reagieren heftiger - und vor den wegen der
Filmaufnahmen ungewöhnlich zahlreich versammelten Zuschauern z.T. in
schauspielerisch übertriebener Weise - auf das Schmerzerlebnis, als das in
anderen Fällen zu beobachten war. Dort wurde deutlich, daß die Eipo bereits
im Kindesalter so gut an Schmerzerlebnisse gewöhnt sind, daß sie infolge
dieses Trainingseffektes eine höhere Schmerztoleranz haben als etwa Mitteleuropäer
Interessant ist auch, dass hier das regelmäßige Drehen des Schmucks gegen ein 'Einwachse' genannt wird, was ich mir bei einem Holzteil im Gegensatz zu dem hier üblichen glatten Metallsteckern auch noch gut vorstellen kann.
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