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Re: Gewalt etc. bei Fetisch-Ausübung (was: Notwendige Behandlung)

geschrieben von jonny am 02.05.2010 um 21:03:49 - als Antwort auf: Gewalt etc. bei Fetisch-Ausübung (was: Notwendige Behandlung) von MFOL
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Auch ist die Frage, was andere als normal an sehen. Kann ja auch Fälle geben, dass welche von anderen eingeliefert werden, der sei nicht normal.

Einen Ansatz bietet Mein Leben in Rosarot - es geht da um einen Jungen, der in seinen Nachbarjungen verliebt ist und er trägt Frauenkleider und Schmuck - die Eltern verzweifeln, Freunde finden es krankhaft oder bizarr.

Lilo Wanders würde keiner als krank ansehen: eine Frau zu spielen, das ist sein Beruf.
Im wahren Leben soll er mit einer Frau verheiratet sein und Kinder haben.
Zwangsläufig sind ja nicht alle, die Frauenkleider anziehen schwul.

Die Steigerung ins Tödliche sehe ich eher als selten an, Gewalt kann sicher vorkommen.

Kürzlich erschien der Amokläufer von Euskirchen auf DVD - ein realer Film, verfilmt mit Oscar-Gewinner Christoph Waltz. Er spielt einen Mann, der Gummistiefel-Fetischist ist und einen Lackmantel trägt - er schlägt seine Freundin, zwingt sie zum Fetischismus - er bekomme eine Strafe, legt Berufung ein, er wird trotzdem verurteilt - schliesslich erschiesst er einige im Gericht und jagt sich und andere in die Luft.

Ein anderer Fall wurde 1997 in XY gezeigt - ein schwuler Wirt aus der SM-Szene wird von einem anderen getötet, beim sexuellen SM-Spiel - der Täter kann gefasst werden.

Der Fall Armin Meiwes ist wahrscheinlich auch Fetischismus - das ist der Kannibale von Rothenburg an der Fulda - verfilmt als Rohtenburg.

In sicher den meisten Fällen ist Fetischismus ziemlich harmlos - keiner bekommt Konflikt mit dem Gesetz, wenige lassen sich therapieren - viele geben ihren Fetischismus in der Öffentlichkeit nicht zu.

Auch wenn jemand 100.000 Paar Ohrringe besitzen sollte und 20 Ohrlöcher hat, muss das ja noch nicht schlimm sein - da er andere ja nicht unbedingt gefährdet.

Den ganzen Körper voller Tatoos zu haben ist sicher auch ein Fetisch - muss aber auch nicht krankhaft sein.

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