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Re: Mehrfachlöcher bein 7 jähriger Tochter
geschrieben von Markus am 17.10.2000 um 17:36:36 - als Antwort auf:
Re: Mehrfachlöcher bein 7 jähriger Tochter von Catz
>...und zum Juwelier sollte man nicht gehen (Pistolen, Hepatitis,-HIV-Risiko etc. ist schon mehrfach hier ausführlich beschrieben worden)
>...Ohrknorpel sollten auf gar keinen Fall mit der Pistole durchschossen werden (Verwachsungen (wildes Fleisch), Entzündungen etc, sind durch das Zefetzten des Gewebes mit einem stumpfen Stecker vorprogrammiert).
Ich weiss, das Thema ist hier beinahe ein Glaubenskrieg...
Trotzdem wage ich es mal, zu sagen, dass Du schon ein bisschen übertreibst.
Und immer führst Du HIV, Hepatitis etc. ins Feld. HIV kannst Du vergessen. Da gibt es bisher keinen einzigen Fall. Eine solche Ansteckung ist unmöglich, denn die benötigte Infektionsdosis ist zu hoch. Vorher würdest Du Dich beim küssen anstecken. Auch Hepatitis wird hier immer wieder genannt: Dazu folgendes:
Tatsächlich gibt es Fälle wo man Ohrlochpistolen als überträger vermutet. (allerdings: es handelt sich dabei ausschliesslich um Hepatitis B, nicht C wie hier auch schon geschrieben wurde) Das Risiko ist bestimmt sehr klein, aber tatsächlich nicht gleich null... Wer jedes Restrisiko ausschliessen will, der lasse sich doch impfen: für Hepatitis B (und A) existiert eine Impfprophylaxe.
Zum Ohrknorpel: selbstverständlich sind Verwachsungen etc. NICHT vorprogrammiert. Ich selbst liesse allerdings eine 7-jährige Tochter auch kein Knorpelpiercing machen, denn diese sind ein erhöhtes Risiko. Und zwar auch beim Piercer, denn entgegen den Behauptungen des Tätowiermagazins kommen auch dan Komplikationen vor. Im übrigen ist die Neigung, Keloide oder wildes Fleisch zu entwickeln, genetisch determiniert. Da gibt es keine Unterschiede zwischen Pistolen und Hohlnadel. Die vorstellung, dass die Hohlnadel einen "Gewebszylinder" gewissermassen herausstanzt ist falsch. Wie eine Infusionsnadel schneidet sie das Gewebe und VERDRÄNGT es zur Seite (wäre es anders, würde man nach einer Blutentnahme minutenlang weiterbluten, abgesehen davon, dass der "Gewebspfropf" jede Infusionsnadel verstopfen würde...)
Es ist nicht ein Unterschied Pistole oder Piercer - in jedem Fall braucht ein Knorpelpiercing viel Sorgfalt. (meiner Meinung nach zuviel für eine 7-jährige)
Abschliessend mein Rat an Melanie: lass sie machen, was im Ohrläppchen Platz hat.
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