Ohrlochforum (aktuell) Archiv: Übersicht Archiv: Suche

Das aktuelle Ohrlochforum ist nun hier. Unten siehst Du ein Teil vom Archiv von 1999 - 2018.

Re: Mehrfachlöcher bein 7 jähriger Tochter

geschrieben von Henry am 17.10.2000 um 19:26:09 - als Antwort auf: Re: Mehrfachlöcher bein 7 jähriger Tochter von Catz
Verstöße gegen die Werte und Regeln des Forums bitte hier melden.

Hey Catz!

Ich möchte Dir nur folgendes sagen: DANKE für das gute Statement. Bin voll davon überzeugt, daß es besser ist ins P-Studio zu gehen! Es läuft bei den meisten Juwelieren wirklich so ab, wie Du es beschrieben hast!

...oder kann mir hier irgendjemand erklären, warum man bei einem 7jährigen Kind nicht auf Nr. 100% SICHER gehen muß?? Immer diese Srüche... da passiert schon nix... bla bla!

Sorry Leute, aber das ist so!!

Bis dann

>>>...und zum Juwelier sollte man nicht gehen (Pistolen, Hepatitis,-HIV-Risiko etc. ist schon mehrfach hier ausführlich beschrieben worden)
>>>...Ohrknorpel sollten auf gar keinen Fall mit der Pistole durchschossen werden (Verwachsungen (wildes Fleisch), Entzündungen etc, sind durch das Zefetzten des Gewebes mit einem stumpfen Stecker vorprogrammiert).
>>Ich weiss, das Thema ist hier beinahe ein Glaubenskrieg...
>>Trotzdem wage ich es mal, zu sagen, dass Du schon ein bisschen übertreibst.
>>Und immer führst Du HIV, Hepatitis etc. ins Feld. HIV kannst Du vergessen. Da gibt es bisher keinen einzigen Fall. Eine solche Ansteckung ist unmöglich, denn die benötigte Infektionsdosis ist zu hoch. Vorher würdest Du Dich beim küssen anstecken. Auch Hepatitis wird hier immer wieder genannt: Dazu folgendes:
>>Tatsächlich gibt es Fälle wo man Ohrlochpistolen als überträger vermutet. (allerdings: es handelt sich dabei ausschliesslich um Hepatitis B, nicht C wie hier auch schon geschrieben wurde) Das Risiko ist bestimmt sehr klein, aber tatsächlich nicht gleich null... Wer jedes Restrisiko ausschliessen will, der lasse sich doch impfen: für Hepatitis B (und A) existiert eine Impfprophylaxe.
>>Zum Ohrknorpel: selbstverständlich sind Verwachsungen etc. NICHT vorprogrammiert. Ich selbst liesse allerdings eine 7-jährige Tochter auch kein Knorpelpiercing machen, denn diese sind ein erhöhtes Risiko. Und zwar auch beim Piercer, denn entgegen den Behauptungen des Tätowiermagazins kommen auch dan Komplikationen vor. Im übrigen ist die Neigung, Keloide oder wildes Fleisch zu entwickeln, genetisch determiniert. Da gibt es keine Unterschiede zwischen Pistolen und Hohlnadel. Die vorstellung, dass die Hohlnadel einen "Gewebszylinder" gewissermassen herausstanzt ist falsch. Wie eine Infusionsnadel schneidet sie das Gewebe und VERDRÄNGT es zur Seite (wäre es anders, würde man nach einer Blutentnahme minutenlang weiterbluten, abgesehen davon, dass der "Gewebspfropf" jede Infusionsnadel verstopfen würde...)
>>Es ist nicht ein Unterschied Pistole oder Piercer - in jedem Fall braucht ein Knorpelpiercing viel Sorgfalt. (meiner Meinung nach zuviel für eine 7-jährige)
>>Abschliessend mein Rat an Melanie: lass sie machen, was im Ohrläppchen Platz hat.
>Auch die Übertragung von Hepatitis C wurde durch den Gebrauch von Ohrlochpistolen bereits nachgewiesen.Auch wenn es nur 25 Fälle durchschnittlich im Jahr sind, wenn es einen trifft findet man es nicht mehr witzig.
>Und gegen Hepatitis C gibt es keinen Impfschutz.
>Ohrlochpistolen zerfetzen das Gewebe, sie reißen praktisch die Haut oder gar den Knorpel ein, was zu unzähligen kleinen Gewebsfetzen führt die optimaler Nährboden für Entzündungen sind, die dann auch die Verwachsungen u.ä. verursachen.Ja, es ist genetisch unterschiedlich, wer zu Keloiden neigt, aber zum einen, vorher weiß man, ob man genetisch da mehr hingeneigt ist oder nicht und zum anderen wird Keloidenbildung durch Entzündungen, Irritation und falsche Pflege (und die Tips die man beim Juwelier bekommt sind wirklich schlimm..da wird drehen des Schmucks empfohlen!!!Das man dabei immer wieder den Stichkanal aufreißt bedenkt dabei niemand.Das ist, als ob man bei einer Wunde immer wieder den Schorf abkratzt.Und festwachsen, damit wird das mit dem Drehen ja immer begründet, kann der Schmuck nicht...)ect. verursacht.Und es kommt bei einem Ohrknorpelpiercing ganz masgeblich darauf an, ob es geschossen oder gepierct wird, eine Hohlnadel schneidet sozusagen gerade durch das Gewebe, das Stechen tut zwar mehr weh als Schießen, aber die Probleme sind hinterher wahrlich geringer.Besser noch wäre natürlich ein Dermal Punch, der ein Stück Knorpel herausstanzt, aber das wird in Deutschland kaum praktiziert.
>Und schon mal überlegt unter welchen hygienischen Bedingungen ein Juwelier Ohrlöcher schießt und unter welchen ein seriöses Studio Piercings sticht?Die meisten Juweliere mache Ohrlochstechen mitten im Laden, der Kunde fäßt mit ungewaschenen Händen sein Ohrläppchen an, um zu zeigen wo das Loch hinsoll, dann hat der Juwelier meist keine Handschuhe an, die Pistole wird maximal mit Alkohol abgewischt, was eine Desinfektion gleich 0 ist (und bei jeden Kunden kommt es zu einer Art Blutsprühnebel, der Pistole, Juwelier und Kunden bedeckt)und der Schmuck ist auch alles andere als geeignet, er läßt sich schwer reinigen und läßt auch keinen Platz für eventuelle und meist auch wahrscheinliche Schwellungen und quetscht so unangenehm und schmerzhaft, ein weiterer Grund für Irritationen.
>Im Piercingstudio hingegen benutzt man sterile Einwegnadeln, der Piercer trägt Handschuhe, alle benutzen Geräte inklusive dem Schmuck werden im Autoklav sterilisiert, als Schmuck werden Klemmkugelringe oder Barbells verwendet, die ein ganzes Stück länger sind als der Stichkanal, um einfaches Reinigen des Stichkanals sowie Platz im Falle einer Schwellung zu gewährleisten.Das kostet zwar etwas mehr (40,-bis 100,- DM je nach Stelle, die gepierct werden soll (Ohrrand, Tragus oder irgendein anderer Knorpel) und ausserdem welches Material als Schmuck verwendet wird, Implantatstahl ist billiger als Titan Bbispielsweise).Und das bißchen Mehrkosten sollte einen der eigene Körper schon wert sein.
>Catz

Antworten zu diesem Beitrag:
Ohrlochforum (aktuell) Archiv: Übersicht Archiv: Suche
lexikon regeln datenschutz