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Ohrlöcher schließen - Pfeifenreiniger
geschrieben von To am 31.10.2001 um 11:43:49
Hatte vor fünf Monaten von erfolglosen Versuchen berichtet, schlecht
plazierte Ohrlöcher mit Wurzelkanalbesteck zu verschließen.
Ein salizylathaltiges Stech(?)warzenmittel eines Kollegen brachte
mich zu einer wirksameren Methode:
Salizylate in der Warzenlösung wirken keratolytisch, sie lösen das
Epithel an, bis sich die Warze in toto herausziehen läßt. Statt also
im Ohrlochkanal an ggf. nur einer Stelle mit scharfem Werkzeug eine
u.U. heftig blutende Laesion zu setzen, muß man das Epithel *gleich-
mäßig* auf ganzer Länge entfernen. Wenn sich dann nur leicht bluten-
des Corium gegenüberliegt, füllt sich der Schlauch mit Exsudat und
granuliert binnen zwei Wochen zu.
Um Salizylat zu applizieren, verfiel ich auf *Pfeifenreiniger*. Die
gibt es bei gut sortierten Tabakwarenhändlern, konifizierte Ausfüh-
rungen eignen sich am besten.
In dem falsch plazierten Loch trug ich zuvor einen 1,3mm Stecker.
Dann hab ich einfach eine ASS Tablette in wenig Wasser aufgelöst, das
dünne Ende des Pfeifenreinigers damit getränkt und vorsichtig unter
ständigem Drehen ins Loch eingeführt, Ohrläppchen dabei festgehalten.
Nach Herausdrehen des Drahts bildete sich an beiden Ausgängen des Lochs
etwas Schorf, der nach zehn Tagen abfiel; Loch darunter war dicht.
Ach ja, gegen Clostridien (und aerobe Bazillen:) seid ihr hoffentlich
alle geimpft? Fachbegriffe im Duden oder Pschyrembel.
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