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Meine Ohrlochgeschichte Teil 1
geschrieben von Tom am 15.11.2001 um 21:48:32
Auch ich möchte die Geschichte meines Ohrlochs mal erzählen.
Es begann vor ca. 20 Jahren. Das erste Mal als ich auf Ohrlöcher aufmerksam wurde war eine Art Hitparade im Fernsehen in der der österreichische Sänger Georg Danzer auftrat. Er trug einen Ohrstecker. Der Gedanke eines Ohrsteckers ließ mich nicht mehr los. Heimlich malte ich mir mit Kugelschreiber einen Punkt aufs Ohrläppchen und betrachtete mich damit im Spiegel. Es war ein sehr aufregendes Gefühl für mich. Von da ab - bis heute- war der größte Wunsch in mir einmal Ohrringe zu tragen. Normalerweise sollte jetzt "gesagt getan" folgen, doch das funktnierte bei mir nicht. Ich wohne in einer Kleinstadt im ländlichen Bereich wo jeder jeden kennt und Ohrringe -zur damaligen- Zeit tabu waren. Noch stärkere Probleme hätten bestimmt meine Eltern gemacht. In den darauffolgenden Jahren sah man Männer mit Ohrringen immer öfter im Fernsehen. Und jedesmal lästerten meine Eltern über diese Herren die sich so feminin benahmen. Mein Vater sagte bei jedem Anblick von Männern mit Ohrlöchern das ja ich nicht mal mit Ohrlöchern nach Hause kommen soll. Die Sehnsucht in mir nach einem Ohrloch wurde immer größer. Ich stellte mir vor wie es sein würde, und wurde dabei sehr erregt. Meine Traumfrauen waren welche mit vielen Ohrringen. An meiner Zimmertür hatte ich ein Poster von Madonna mit links 6 und rechts 3 Ohrlöchern hängen. Ich begaffte täglich 10mal das Bild. Aber realistisch war an ein Ohrloch nicht zu denken. Die Jahre vergingen, meine Gefühle blieben. Oft hatte ich mich gefragt ob ich vielleicht krank bin oder so. Mit Sicherheit denke ich ist es ein bischen abnormal. Ich wollte alles über Ohrlöcher wissen- wenn sich Frauen über Ohrringe unterhalteten-, ich sog alles auf. Im Versandkatalog sah ich mir heimlich Ohrringe und Ohrstecker an. Ich hielt es nicht mehr aus. Als ich ca. 15 war sollte sich meine Lage verbessern. Es kam der erste Sommerurlaub an dem ich zuhause blieb. Das war meine Chance. Ich nahm mir vor das es endlich passieren sollte. Sobald meine Eltern 3 Stunden(sie könnten was vergessen haben) vom Hof waren würde ich meine Ohrlochaktion starten. Ich hatte alles bis aufs kleinste Detail geplant. Also fuhr ich mit dem Fahrrad in die Stadt. Ich wählte ein Juweliergeschäft neben dem eine Gasse in eine parallel laufende Seitenstraße führte. Dort stellte ich mein Fahrrad ab, und ging durch die Gasse auf die Hauptstraße. Dann ging ich vielleicht 25 mal an dem Juweliergeschäft vorbei bis ich den Mut gefasst hatte. Endlich wollte ich eintreten als ich sah das gerade ein Kundin -die ich auch noch flüchtig kannte- in den Laden ging. Da konnte ich unmöglich rein. Ich mußte noch 20mal am Laden vorbeigehen bis die Kundin wieder draussen war und ich wieder Mut hatte. Schließlich trat ich ein:
Der Juwelier -ein älterer Mann(!)(Muß ich mir mein langersehntes Ohrloch von einen älteren Mann stechen lassen?)- kam an die Theke. Sofort äußerte ich meinen Wunsch. Er zeigte sich auch nicht mal erstaunt darüber, und zog ein Schatulle mit mediz. Ohrsteckern hervor. Ohne Leidenschaft malte er -wie ich- einen Punkt auf mein Ohrläppchen, lud die Pistole, und setzte an. Ich war sehr erregt. Dann drückte er ab. Klack!..........................................................................................................................................................
Ich spürte keinen Schmerz. Nur Erleichterung, Freude, Glücksgefühl und das ich eine feuchte Hose hatte. ( Das gibts nicht! Ich kann doch wegen eines Ohrlochs keinen Samenerguss bekommen!!!!!!!!).
Aber es war so. Ich bezahlte und verabschiedete mich. Im Sommer mit Pudelmütze meine Ohren verdeckt- betrat ich die Straße, lief durch die Gasse setzte mich aufs Rad und fuhr über Seitenstraßen nach Hause. Ich war der glücklichste Junge der Welt.......................
Teil II folgt demnächst wenn ich wieder Zeit habe.
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