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Re: ONLINE-Selbststechen
geschrieben von micha am 04.12.2001 um 04:09:46 - als Antwort auf:
Re: ONLINE-Selbststechen von squarerigger
>>franzi: Du kannst den Ohrstecker ja schon mal so gut es geht desinfizieren, also z.B. mit Alkohol abreiben oder einfach
>>lange unter heißem Wasser abwaschen.
>Lange unter heißem Wasser abwaschen?
>Kannst Du mir bitte mal erklären, was das bringen soll?
>Ja, ich weiß, Hitze kann Keime abtöten - aber das Problem ist, daß das Wasser dafür so heiß sein müßte, daß sicher niemand mehr den Schmuck mit der Hand drunterhalten würde. :-(
>Wenn Du schon meinst, Du könnstest per Hitze entkeimen, den Schmuck in einem Dampfkochtopf zu behandeln - das kommt einem Sterilisator noch am nächsten, weil darin eben Hitze UND Druck herrschen.
>Allerdings nützt das wenig, wenn Du ihn danach wieder in die Hand nimmst.
>Alexander
Hallo Alexander,
wir sind ja bereits ein bißchen heftig "zusammengeknallt". Siehe Tattoo- und Piercing-Forum. Trotzdem möchte ich dir dazu antworten:
Ich muss Dir nämlich mal Recht geben, auch wenn ich zu den eher risikobereiten Selbstmord-Kandidaten gehöre, die sich am liebsten selbst umbringen.
Aber ich meine: Auch beim Home-Piercing sollte man gewisse Hygiene-Richtlinien einhalten. Selbst, wenn die Gefahr der Quer-Infektion (im Gegensatz zum Piercing im Studio) geringer ist, würde ich die verwendeten Teile schon abkochen. Irgendein Genie hat damals den Dampfkochtopf vorgeschlagen - den Du ja auch erwähnst!
Nur Franzi: Deine Meinung, mit heißem Wasser ist der "gröbste Schmodder" schon mal weg, überzeugt mich wirklich nicht. Heh Franzi, was meinst Du damit? Wieso soll da Talg dran sein? Sind die Stecker etwa gebraucht? Dann hast du aber die Problematik der Keimübertragung sträflich unterschätzt!
Ich habe mich gerade erstmalig tätowieren lassen; natürlich im Studio, weil mir hier für Eigenarbeiten der Sachverstand fehlt. Im Verlaufe der Sitzung gab der Fußschalter der Tätowiermaschine seinen Geist auf. Worauf der Tätowierer an dem Teil lustig mit dem Schraubenzieher rumgebastelt hat. Aber danach ist er zum Waschbecken gegangen und hat sich seine Arme bis zum Ellbogen eingeseift und dann ein paar neue Einweg-Handschuhe aus dem Karton gezerrt. Das habe ich so erwartet, so hat er es auch gemacht und so muss es auch sein. Anderenfalls hätte ich mir nämlich die Frage stellen müssen: Aufstehen und mit halbfertigem Tattoo weggehen? In Studios ist die Gefahr der Quer-Infektion halt besonders groß. Aber deshalb genießt man bei Heimarbeiten auch keine Narrenfreiheit!
Grüße
micha
(momentan dauernd auf die linke potentielle Kratzhand einschlagend; es juckt halt nach 3 Tagen schon ganz heftig (*grins))
PS: Ich liebe mein neues Tattoo total. Absolut professionell gemacht! In Darren Stares Tattoo-Center in Wiesbaden.
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