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Re: Ohrstifte-dick oder dünn?

geschrieben von Christine  am 06.12.2001 um 01:36:09 - als Antwort auf: Ohrstifte-dick oder dünn? von Cindy
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Liebe Cindy,
Teile Deiner Fragen sind hier im Forum schon öfters beantwortet worden, u.a. von mir, soweit ich mich erinnern kann. Einfach im Archiv nachwühlen!!
Da es aber nach wie vor offenbar ein Thema auch von allgemeinem Interesse ist, wieder mal ein etwas längerer Beitrag von mir:

Also, eine gewisse Stärke für den Stift muß natürlich sein, sonst wächst das Loch gleich wieder zu, bzw. dauert es länger, bis sich Haut im Stichkanal gebildet hat. Mit dickerer Nadel gestochene Löcher heilen und entwickeln sich oft besser.
Allerdings wird der Stift des Erstlingssteckers ja wohl kaum dicker als ca. 1,5 mm sein, was ja nun wirklich nicht ”schockierend” ist. Wenn du später dauerhaft große baumelnde Creolen oder Hänger trägst, werden je nach Hautbeschaffenheit auch bei sehr leichtem Schmuck im Laufe der Zeit die Ohrlöcher nach unten gezogen werden und dadurch größer. Dieser Effekt tritt umso schneller auf, je dünner die Durchsteckbügel der Ohrringe sind (”Käseschneider-Effekt”). Und die Stifte heutiger Ohrringe sind verdammt dünn und eigentlich eine prima Vorstufe für potentiell stark erweiterte bis schlimmstenfalls ausgerisssene Ohrlöcher! Bei dickeren Durchsteckstiften kann sich das Gewicht auf eine etwas größere Fläche verteilen, das Loch behält seine Größe und schrumpft nach dem Abnehmen des Schmuckes mit etwas Massage und Creme je nach Hautbeschaffenheit etc. nach einigen Tagen wieder etwas zusammen (wenn es nicht größer als ca 3–4 mm Durchmesser ist). Schau deshalb mal einigen Leuten mit Ohrschmuck genauer auf’s Ohr! Um das frische Ohrloch zu schonen, sollte man mit dem Einsetzen von schwererem Baumel-Ohrschmuck warten, bis das Loch vollständig verheilt ist. Andernfalls könnte es bei empfindlicher Haut zu unangenehmen Reizungen und Entzündungen kommen, was die Heilung verzögern könnte. Das selbe kann allerdings auch bei unverträglichen Schmuckmaterialien passieren. Allein ”echter” Schmuck ist noch lange keine Garantie für Verträglichkeit (siehe die Beiträge zu Metalllegierungen, Allergie etc.)
Falls Du sehr kleine Löcher beibehalten willst, darfst Du nur gelegentlich Ohrstecker oder ganz kleine Ringe bis ca. 15 mm Durchmesser, die also fast nichts wiegen und auch nicht stark baumeln können, tragen, also z.B. nur tagsüber. Aber je nach Machart drücken sich auch Ohrstecker trichterförmig ziemlich ins Ohrloch ein, das Loch wird besonders vorne dadurch etwas größer, was ja nicht schlimm sein muß. Im Gegenteil: viele Ohrschmuck-Liebhaber dehnen sich oft sogar absichtlich die Ohrlöcher, nicht nur, um schwereren und dickeren Schmuck einsetzen zu können, sondern weil sie große Ohrlöcher attraktiv finden. Es müssen ja nicht gleich Piercing-”Ohrtunnel” mit freiem Durchblick sein!
Ich persönlich bin ein Gegner von allen Arten von Desinfektions- oder Antiseptmitteln. Oder bist Du so giftig? Konzentrierte Antiseptmittel verursachen oft nur Hautreizungen und sind eher eine ”Versicherung” für den Piercer als ein echtes Hilfsmittel für den Anwender. Die Heilung fördern sie sicher nicht, es sei denn, es sind entspr. Substanzen beigemischt.

Viele Grüße Christine

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