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Re: Bitte Vorsicht bei Juwelieren etc...
geschrieben von Manfred am 06.04.2002 um 10:19:06 - als Antwort auf:
Bitte Vorsicht bei Juwelieren etc... von Leo
Hallo,
es ist Frühling und die Jagd auf die bösen Ohrlochpistolen ist mal wieder eröffnet. Auch diesmal wird wieder eine Mischung aus Halbwahrheiten und Unwahrheiten verbreitet. Ich versuche es daher mal mit einer Art Gegendarstellung:
Die Erstlingsstecker sind nicht stumpf, sondern extra angespitzt, damit ein problemloser Stich erreicht wird. Ich habe schon viele dieser Stecker gesehen und alle waren spitz.
Die Ohrlochpistolen kann man tatsächlich nicht in einem Sterilisator desinfizieren, das Ohrläppchen selber übrigens auch nicht. Beide werden mit Alkohol o.ä. gereinigt. Darüberhinaus kommt die Pistole mit der offenen Wunde ja gar nicht in Berührung, sondern lediglich der Ohrstecker.
Mit den Nadeln mit denen die Piercer stechen wird übrigens kein Stück Gewebe herausgestanzt, das ist Quatsch. Es handelt sich dabei um Nadeln, wie sie Ärzte verwenden z.B. um Blut abzunehmen. Würde man dabei ein Loch in die Vene stanzen, so hätte man nachher eine wunderschöne Blutung.
An Nadine: weder bei Ohrlochpistolen noch beim Nadelpiercing im Studio wird Gewebe ausgestanzt. Ausser du lässt dich "punchen" weil du sofort richtig grosse Löcher haben willst, aber dazu wird ein ganz anderes Werkzeug verwendet.
Was das Material der Erstlingsstecker angeht, so gibt es die ja auch aus Titan, wenn sich jemand grössere Sorgen wegen Allergien macht. Meines Wissens öfters mal im Angebot bei Bijou B. für 7 Euro.
Zum Schluss möchte ich noch auf etwas Wesentliches hinweisen. Wenn es die Ohrlochpistolen nicht gäbe, mit denen seit etwa 1975 in Deutschland gearbeitet wird, so müssten wir leider auf 99,9 % der existierende Ohrlöcher verzichten und das wäre doch wirklich jammerschade.
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