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Re: Bitte Vorsicht bei Juwelieren etc...
geschrieben von Alexander am 10.04.2002 um 11:36:41 - als Antwort auf:
Re: Bitte Vorsicht bei Juwelieren etc... von Murphy
>Du kannst ihn nicht vorlegen. Also kann doch von Dokumentation keine Rede sein. Ohne dir zu nahe treten zu wollen, Behauptung und Beweiß sind zwei verschiedene Paar Schuhe.
Nun, für mich, der ich ihn gelesen (und leider nicht kopiert) habe, ist es ein Beweis.
Davon abgesehen hat Leo (ich glaub zumindest, daß sie es war) richtig erkannt, daß alleine schon die theoretische Möglichkeit einer Infektion durchaus ein Grund dafür sein kann, sich zu schützen (Beispiel: AIDS und Kondome).
>Doch! Du läßt doch keine Gelegenheit aus, auf das Thema "Ohrlochschießen" einzugehen.
Zur Erinnerung: Weder Catz noch ich haben damit angefangen; der Impuls kam von Leo, daraufhin kamen Beiträge z.B. von Catz und mir. Ich fange dieses Thema hier sicher nicht selbst an, weil ich genau weiß, was für Reaktionen kommen. Aber wenn es von anderen angesprochen wird, dann sehe ich kein Hindernis dafür, warum ich meine Meinung dazu nicht veröffentlichen sollte.
>Das ist natürlich dein gutes Recht. Aber die Reaktionen sind immer die gleichen. Provokation und Gegenprovokation.
Wo und wie bitte habe ich provoziert? Ist für Dich das reine Posten eines sachlichen Beitrages bereits eine Provokation? Sorry, aber das kann ich nicht nachvollziehen. Daß ich, wenn mich jemand wie Mr.D angreift, auch in einem etwas härteren Tonfall reagiere, ist wohl verständlich, oder? Zum Hampelmann machen laß ich mich sicher nicht.
>Deswegen mein Rat: Nimm's doch ein wenig gelassener und laß' beim nächsten mal, wenn über "Ohrlochschießen" geredet wird eine Runde aus. (Ich bin mir aber auch fast sicher, daß du das nicht tun wirst :-))
Nein, das werde ich nicht! Warum sollte ich auch? Ich habe wohl genau wie jeder andere das Recht, meine Meinung hier kundzutun. Und wenn ich damit vielleicht den ein oder anderen Leser zum Nachdenken bringen kann (was ich nicht nur nicht ausschließe, sondern sogar definitiv aufgrund erhaltener Mails weiß), so ist das für mich Motivation genug, dies weiter zu tun.
>Sicher, der Ton macht die Musik! Nach allem, was ich gelesen habe, gibt es aber kaum Fakten, die zu entkräften sind, da du noch nicht wirklich mit Fakten, sondern nur (mit teilweise nachvollziehen) Behauptungen aufgewartet hast. Nochmal: du hast keine Beweise für deine Aussagen in Richtung Infektionen vorgelegt.
Ich habe explizit dargelegt, warum es theoretisch möglich ist, indem ich auf die - auch in Krankenhäusern übliche - Vorgehensweise in Sachen Hygiene (Reinigen, Desinfizieren, Verschweißen, Sterilisieren) verwiesen habe. Ich habe außerdem dargelegt, warum eine solche in meinen Augen zwingend erforderliche Vorgehensweise bei Ohrlochpistolen nicht möglich ist. Daß selbst die simpelsten Maßnahmen zur Desinfektion bei Juwelieren häufig nicht gegeben sind, habe ich selbst schon mehrfach gesehen. Da werden mehrere Kunden hintereinander bearbeitet, ohne daß die Pistole zwischendurch gewechselt und desinfiziert wird oder aber es wird kurz ein Desinfektionsspray draufgesprüht, danach wird aber gleich weitergemacht, ohne die Einwirkzeit des Sprays zu beachten. Dies sind leider real existierende Beispiele, die zeigen, wie hier bei der Hygiene geschlampt wird.
>Ich kann dir sagen, wie ich darauf komme: du versuchst mit aller Macht deine Meinung durchzudrücken und läßt auch nur diese gelten.
Das ist doch Quatsch! Wenn jemand von dem, was ich schreibe, nicht überzeugt ist, dann kann er doch auch weiter zum Juwelier gehen. Hier sind mehr oder weniger erwachsene Menschen; von solchen kann man erwarten, daß sie sich ihr eigenes Urteil bilden und dann entsprechend entscheiden.
Daß ich zu meiner Meinung stehe, liegt auch daran, daß noch niemand auch nur in Anfängen wiederlegen konnte, daß die oben geschilderte Vorgehensweise in Sachen Hygiene nicht sinnvoll ist - und überleg mal: Ein Verfahren, welches dem im medizinischen Bereich angeglichen ist, kann wohl nicht so verkehrt sein. Oder würdest Du zu einem Chirurgen gehen, der mit Instrumenten arbeitet, die nicht nach den allgemein gültigen Hygienestandars bearbeitet wurden?
>Warum läßt du nicht einfach die Leute zum Juwelier gehen, die möchten, solange du keinen Beweis vorlegen kannst?
Siehe oben - ich hindere doch niemanden daran. Aber ich will die Leute zum Nachdenken anregen. Ja, und wenn ich es schaffe, daß die Leute eben nicht zum Juwelier gehen, dann freut mich das natürlich, ist ja wohl logisch.
>Deine Argumentation ist zwar insgesamt schlüssig, das gebe ich gerne zu, aber dennoch sind es nur Behauptungen, die du aufstellst!
Was ich zur Vorgehensweise in Sachen Hygiene schreibe, ist schlichtweg Standard im medizinischen Bereich - und dafür gibt es durchaus gute Gründe, findest Du nicht? Warum also sollte man sich bei anderen Gelegenheiten, die durchaus ähnlich sind, mit einem geringeren Standard zufriedengeben? Selbst wenn es noch keinen Fall einer Infektion per Ohrlochpistole gegeben hätte, wäre dies doch zumindest theoretisch nicht auszuschließen. Warum also soll man sich diesem unnötigen Risiko aussetzen? Wer dies tun will, soll es tun; er ist dann aber selber Schuld, wenn er sich dessen bewußt war. Und eine Aufklärung über ein Risiko hat wohl noch niemandem geschadet, oder?
Alexander
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