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Re: Ohrloch ist so groß geworden!
geschrieben von Alwin am 02.08.2002 um 19:08:49 - als Antwort auf:
Ohrloch ist so groß geworden! von Anke
>Hmmmm, ich habe bemerkt, das nach gut 15 Jahren, in denen ich jetzt Ohrlöcher habe, mein eines Ohrloch sehr groß geowrde ist. Ich trage im Moment zur Sicherheit keine Ohrringe (Creolen werde ich wohl nie wieder tragen können), weil ich Angst habe, das das Ohrloch ausreißen kann.
>Wer weiß Rat?
Hallo Anke,
mit Deinem Problem bist Du leider nicht allein. Dank der Beliebheit von großem Baumel-Ohrschmuck wird sich das Problem zukünftig häufen.
Durch schlecht gestochene, d.h. zu weit unten am Ohrrand angebrachte Ohrlöcher, schwaches Bindegewebe oder ganz einfach zu kleine Ohrläppchenformen ("angewachsene" Ohrläppchen) und vor allem durch die leider immer noch viel zu dünnen Durchsteckstifte oder -Drähte bei normalem Ohrschmuck schneidet sich der Schmuck zwangsläufig im Laufe der Jahre immer mehr durchs Fleisch ("Käseschneidereffekt"), bes. bei größeren Baumel-Creolen oder Hängern.
Und nach dem Prinzip: WO WENIG IST, WIRD's NOCH GENOMMEN" wird das leider immer schlimmer, je weiterdas Ohrloch ist.
Leute, die sich absichtlich die Ohrlöcher geweitet haben, um dicke Plugs oder Tunnels zu tragen, kennen diesen Effekt.
Einzige Abhilfe: Wenn Du Glück hast, lässt sich das mit einer harmlosen, aber selbst zu bezahlenden ambulanten Operation bei jedem dafür ausgestatteten Chirurgen, Hautarzt oder HNO-Arzt reparieren, wie's Leo unten beschrieben hat.
Und bitte nicht erst warten, bis das Ohrläppchen vollständig ausgerissen ist. Das geht dann im Endstadium leider sehr schnell, sieht nun wirklich nicht gerade vorteilhaft aus (jeder glotzt drauf) und ist möglicherweise kaum mehr vernünftig reparabel, weil sich die schlecht durchblutete Haut des gerissenen Ohrläppchens (gilt auch für andere Körperstellen) immer wieder verhornt/zurückbildet ("Migration").
Operation:
Sicherheitshalber erst Preis- und Qualitätsangebote einholen, da gibts sicher haushohe Unterschiede,. Konkret nach Erfahrungen fragen : dann merkst Du schon, ob eine kompetente Antwort kommt. Manche Ärzte haben keinerlei Erfahrung damit, reden aber gscheit daher, und sind natürlich scharf auf jeden privat abgerechneten Job.
Bei gut verheiilter Reparatur müsste sogar später wieder das Tragen von Baumel-Schmuck möglich sein. Das Neustechen sollte allerdings dann unter Berücksichtigung des alten Schlitzes möglichst weit oben sein und nicht genau an der alten Stelle, sonst hast Du möglicherweise in einigen Jahren wieder das selbe Problem.
Und auch als Tipp für alle Liebhaber/innen von schweren Creolen o.ä.:
die dünnen Stifte beim Juwelier oder Goldschmied / Schmuckmacher durch dickere ab ca. 1–2 mm Stärke ersetzen lassen, auch wenn's was kostet. Eine Ohrlochreparatur kostet deutlich mehr...!
Als Billig-Alternative z.B. einen "Anti-Allergie"-Kunststofschlauch (erhältlich in vielen Schmuckläden, oder ähnliches aus dem Haushalts-/Kosmetik-/Verpackungsbereich (z.B. gesäuberte Schläuche von Parfüm- oderDeo-Sprühflaschen-Zerstäuberpumpen u.ä, Vorsicht, unter Druck stehende Behälter vor dem Knacken erst vollständig entleeren!! Und nicht gerade die Spraydosen mit dem Insektengift nehmen...) über den Durchsteck-Stift/Bügel des Ohrschmuck ziehen, damit er dadurch etwas dicker wird! Vieles kann man mit etwas Geschick und Silber-/Golddraht auch selbst machen.
Große Creolen kann man/frau bei entsprechend geweitetem Loch besser auch direkt durchstecken und den Ring dann entsprechend zusammendrücken, dass keine optische "Lücke" entsteht, wo der Durchsteckstift ist.
Mehr Infos siehe evtl. Archiv, ich habe glaube ich, schon früher was dazu geschrieben.
Viele Grüße
Alwin
Siehe auch der entspr. Beitrag in der Ohrloch-Homepage oben: "Pflege und Reparatur"
Viele Grüße
Alwin
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