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Re: sehschärfe
geschrieben von Dr.Moose am 16.04.2004 um 00:40:47 - als Antwort auf:
sehschärfe von gerd II
Hallo Gerd,
nach den Erkenntnissen der heutigen Schulmedizin gibt es keinen Zusammenhang zwischen dem Ohrläppchen und dem Auge. Nichtsdestotrotz hält sich in der "Volksheilkunde" nach wie vor hartnäckig die Ansicht, Ohrringe könnten die Sehschärfe verbessern. Das ging oft so weit, daß selbst zu Zeiten, als man mit dem "Outfit" noch wesentlich konservativer war, auch Jungs Ohrringe eingesetzt wurden, nicht unbedingt nur wegen der Sehschärfe, sondern auch, um alle möglichen anderen Augenkrankheiten zu heilen. Bevorzugtes Material war damals Gold, wobei ich denke, das hat vorallem den einen Grund: Gold war eines der wenigen, damals verfügbaren, chemisch inerten und einigermaßen hautverträglichen Materialien.
Bei der Ohrakupunktur liegt zwar der Punkt, der das Auge beeinflussen soll, direkt in der Mitte des Ohrläppchens, also da, wo normalerweise das Ohrloch gestochen wird, aber jeder Akupunkteur ist strikt gegen das Ohrlochstechen, da der Punkt dadurch nicht angesprochen, sondern zerstört wird.
Ich habe keine große Ahnung von Akupunktur, aber mir sind einige Erlebnisse bekannt, wo nach dem Ohrlochstechen die Sehschärfe im Verlauf von einem halben Jahr um 1/4 Dioptrie besser wurde. Das Material, aus dem die Ohrringe bestanden und die Form waren dabei weniger wichtig. Aber wie gesagt, das sind einzelne Berichte, wissenschaftlich untermauert ist das nicht.
Ich weis nicht, was Du für Erfahrungen gemacht hast, meine Augenärztin hat mir einstens den Rat gegeben, Kontaktlinsen zu tragen, da die oftmals das Fortschreiten der Kurzsichtigkeit verlangsamen. Auch mein Deutschlehrer, der damals schon "megakurzsichtig" war, hat damit gute Erfahrungen gemacht. Ich persönlich konnte es nie ausprobieren, weil ich Kontaktlinsen nicht vertrage.
Gruß
Dr.Moose
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