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Re: Nehmt euch ein beispiel daran! Das ist service!
geschrieben von Nadine am 11.05.2000 um 15:55:10 - als Antwort auf:
Re: Nehmt euch ein beispiel daran! Das ist service! von Franzi
Hallo Franzi! Ich werde deine Fragen beantworten so gut ich kann. Ich schreibe die Antworten direkt unter die Fragen.
>>Hi!
>>Ich bin 17 Jahre alt, hab mir aber erst vor 2 Monaten meine ersten Löcher stechen lassen. Mit dem Laden war ich nicht ganz zufrieden. Deshalb suchte ich mir einen anderen. Der ließ mich sogar die Methode auswählen!
>>Er hatte fünf Methoden im Angebot. Zum einen die allseits bekannte Pistole. Mit der hatte ich auch meine ersten Löcher bekommen. Die Mehrfachohrlöcher die ich nun plante wollte ich dann eben anders machen lassen. Ich ließ mir vier Löcher machen, zwei zusätzlich auf jeder Seite. Jedes Loch mit einer anderen Methode.
>>Das erste erfolgte mit einem Stift. Dazu wurde an der Pistole der Halter, der sonst das Gegenstück zum Ohrstecker hält durch einen Bügel mit einem Korkplättchen ersetzt. Über die Feder wurde ein Gummischuh gestülpt. Dann nahm die Frau an der Theke des Juwelliers den Gegenstand, nach dem die Methode benannt ist: der Stift. Das ist ein Metallstift, etwas dicker als ein Medizinischer Ohrstecker. Am vorderen Ende ist ermassiv und spitz. Am hinteren Ende ist der 3cm lange Stift hohl, wie ein Rohr. Der Stift wurde in die modifizierte Pistole gespannt und durchgeschossen.
>An welcher Stelle hast Du Dir die Löcher machen lassen ? Im Ohrläppchen oder am Rand ?
Ich habe sie mir im Ohrläppchen machen lassen.
>Das tat nicht mehr weh als mit dem Stecker vor zwei Monaten. Die Spitze wurde vom Kork abgefangen, der Stift blieb im Ohr stecken. Die Pistole wurde weggenommen und eine Creole, die ich mir zuvor ausgesucht hatte, wurde in das hintere Ende eingehängt. Dann wurde der Stift von Had durchs Ohr gezogen, so daß der mit durch das frische Loch ging. Das ziepte ein wenig. Aber die Methode hat den Vorteil: Man muß keine medizinischen Ohrstecker tragen.
>>Das zweite Loch wurde mit einer glühenden Nadel gemacht, die über einem Gasbrenner erhitzt wurde. Dann wurde die Nadel wieder herausgezogen und der Ring, wieder eine Creole, eingesetzt. Keine medizinischen Ohrstecker, bessere plazierunge der Ohrlöcher. Fazit: schmerzhaft aber praktisch.
>Was für eine Nadel war das ? Edelstahlnadel ?
Ich denke es war chirurgischer Stahl. Es war eine Kanüle, glaube ich.
>>Das dritte Loch wurde mit einem Haken gemacht. Im Grunde eine lange, gebogene Nadel. Vorteil: Die einhakende Bewegung beim Stechen ermöglicht einen schnellen, glatten Durchstich. Dann wird der Haken wieder herausgezogen und der Ring eingesetzt. Es tut nicht sehr weh, außerdem gibt es wieder die Vorteile mit der besseren Plazierung und den Ohrsteckern.
>Was für einen Durchmesser hatte dieser Haken ? Aus was für einem Material bestand er ?
Der Haken war etwa zwei Millimeter dick. Aus welchem Material er war, daß weiß ich nicht. Es war irgendein hochglänzendes Metall. Vielleicht Edelstahl?
>>Das letzte Loch wurde schließlich mit einer Zange gemacht. Es funktioierte wie die Lochzangen die die Schaffner zum Fahrkarten abknipsen benutzen. Es tat zwar kuz weh, ging aber schnell. Durch das Loch wurde dann von Hand der Ring gesteckt. Wieder ohne Stecker. Alerdings hätte die Frau auch einen medizinischen Ohrstecker in die Zange spannen können.
>>Zuletzt gab´mir die Frau desinfektionsmittel mit, sowie Anweisungen für die Nachsorge. Ich muß die Ringe jetzt noch vier Wochen drinlassen. Der Preis für das alles war relativ hoch: 100.-DM für vier Löcher, inklusive den Ohrringen.
>>Aber wenn ich tatsächlich meine Pläne für ein Loch im Knorpel verwirkliche, dann gehe ich da wieder hin.
>>Alle Juweliere sollten sich an diesem ein beispiel nehmen!
>>Chiao, Nadine.
>Weitere Frage: Was für Ohrringe hast Du bekommen ? Massive aus Gold 333 ?
>Oder sind das nur vergoldete ?
Es sind vergoldete Creolen, deren inneresaus einer nickelhaltigen Legierung besteht.
>Kannst Du nähere Informationen über den Hersteller des Gerätes bei Methode 1 geben ?
Nein, tut mir leid. Aber es war eine ganz normale Ohrlochpistole, Studex-System, oder wie das heißt.
>Sind das gängige Methoden, die Dein Juwellier macht oder warst Du nur "Versuchsobjekt" ?
Die Methoden wurden auf einem Schild angeboten. Ich denke es sind die gänigen Methoden des Juwelliers. Wie gesagt, ich war das erste mal bei diesem Juwellier.
>Wie lange ist das her, daß Du die Ohrringe gesetzt bekommen hast ?
>Gab es Probleme (Entzündungen) mit dem Ausheilen ?
Ich habe sie mir letzte Woche stechen lassen. Ausgeheilt sind sie folglich noch nicht. Aber ich hatte noch keine Probleme, es hat sich nichts entzündet. Das Loch, das mit der glühenden Nadel gemacht wurde, hat noch ein bißchen weh getan, da der Stichkanal ja verbrannt war. Später hat es dann ein wenig gejuckt. Aber mittlerweile merke ich nichts mehr davon.
>Ich hoffe, die Fragen sind nicht zu viele.
>Aber trotzdem würde es mich sehr interessieren.
>
>Tschüss,
>Franzi
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