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@bibo & meine geschichte

geschrieben von wolfgang am 21.05.2006 um 17:39:29
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Hallo Bibo - Teil 1

Ich möchte meine Geschichte in 3 Teilen erzählen. Es wird etwas länger werden (aber es muss ja niemand lesen!)

1. Teil:
Bei mir handelt es sich ganz sicher um einen Fetisch und ich habe das dunkle aber sichere Gefühl, dass es mit Kindheitserlebnissen zusammenhängt. Ein Teil ist sicher, dass meine Mutter das Thema totgeschwiegen hat, aber vorher muss noch etwas gewesen sein, das meine Fragerei ausgelöst hat, nur daran erinnere ich mich leider nicht. Das wäre der eigentliche Schlüssel.

Fest steht, dass ich mit etwa 4, 5 Jahren gestochenen Ohrschmuck erstmals bewusst wahrgenommen habe. Ich ging davon aus, dass es am Ohr eine Stelle geben musste, wo man Schmuck durchstecken kann. Was ich zuerst nicht wusste war, dass man diese Stelle erst "herstellen" musste. Ich erinnere mich, dass ich sehr oft mit dünnen (aber nicht spitzen) Gegenständen "diese" Stelle suchte. Erst in der Schule erfuhr ich den Zusammenhang, denn die Mädchen mussten zum Turnen ihre Ohrringe herausnehmen, und bei der Gelegenheit hörte ich erstmals vom "Ohrlochstechen".

Mit diesem Wissen ausgestattet, begann ich mit einer Nadel zu experimentieren. Ich war damals 7 Jahre alt. Ich erinnere mich noch genau, wo ich eine gewöhnliche eher dünne Nähnadel für diesen Zweck versteckt hielt. Immer wieder versuchte ich, ein Ohrläppchen zu durchstechen, aber es dauerte viele Versuche, bis ich es schaffte, zum erstenmal durchzukommen. Ich erinnere mich an das knackende Geräusch und den Schmerz im - Finger den ich dagegenhielt. Es war ein triumphaler Moment. Natürlich musste ich die Nadel nach wenigen Minuten wieder herausnehmen, denn so konnte ich das Bad auf keinen Fall verlassen. Die Enttäuschung folgte am nächsten Tag, als ich in das "Loch" einen richtigen Ohrschmuck einfädeln wollte. Natürlich gab es kein Loch mehr, aber das wusste ich damals nicht.

Da es mir damals nicht möglich war, richtige Ohrlöcher zu bekommen, habe dutzende, vielleicht hunderte male meine Ohren für kurze Zeit durchstochen. Ich hatte jedes einzelne mal dabei angenehme Empfindungen. Irgendwann in der Pubertät wollte ich dann ein richtiges Loch. Was mir entgegenkam war die damalige Haarmode - fast alle Burschen trugen lange Haare. Auch damals konnte ich keinen Schmuck für längere Zeit drinnenlassen, das hätte zu unvorstellbaren Verwicklungen mit Eltern, Lehrern und Mitschülern geführt. Ich ging davon aus, dass, wenn ich das Loch dick genug machen würde, könne es nicht mehr zuwachsen. Diese "Technik" erwies sich auch als zielführend, es waren aber viele (blutige) Versuche mit immer dickeren Nadeln nötig, bis es klappte. Der Drang dazu muss enorm gewesen sein, denn ich ignorierte alle Zweifel und wollte nur das Ohrloch endlich haben.

Als ich es endlich geschafft hatte und das Loch verheilt war, machte ich die erstaunliche, aber in diesen Forum oft bestätigte Erfahrung, dass das Tragen von Ohrringen sehr stimulierend wirken kann! Ich habe auch später nur sehr selten Ohrschmuck in der Öffentlichkeit getragen, geniesse es aber ab und zu.

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