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Re: Nochmal zurück zur Ausgangsfrage: Warum gerade OHRlöcher?

geschrieben von Piercloch am 21.11.2006 um 09:49:00 - als Antwort auf: Nochmal zurück zur Ausgangsfrage: Warum gerade OHRlöcher? von Gefühlsmensch-in
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Hallo Gefühlsmensch-in und alle anderen, die sich an dieser Diskussion so erfreulich lebhaft beteiligen.

Du hast die Frage "Weshalb Ohrlöcher?" wirklich sehr sachlich und treffend versucht zu analysieren.

Auch für mich zur Klarheit, möchte ich die von Dir genannten Gründe noch mal zusammenfassen:
Punkt eins FÜR Ohrlöcher: Sichtbarkeit
Punkt zwei FÜR Ohrlöcher: relative Problemlosigkeit
Punkt drei FÜR Ohrlöcher: Die Variabilität in der Sichtbarkeit
Punkt vier FÜR Ohrlöcher: Betonung einer erogenen Zone
Punkt fünf FÜR Ohrlöcher: Sinnliche Selbsterfahrung aufgrund der mechanischen Reize des sich am Ohr (erogene Zone) bewegenden Schmucks.

Punkt fünf habe ich selbst zusammengefasst. Ich denke, dass Du es so meinst.

Auf den ersten Blick alles sehr einleuchtend. Offen bleibt für mich die Frage, weshalb OhrLÖCHER? Siehe Titel dieses Forums! Alle die von Dir genannten Gründe treffen doch auch auf Ohrclips zu. Eigentlich hast Du also Gründe für das Tragen von Ohrschmuck, aber nicht für das Stechen von OHRLÖCHERN gesammelt.

Es gibt heute sehr bequeme Ohrclips, die durch die Verwendung weicher Materialien ohne Druckgefühl getragen , schnell abgenommen und auch wieder angeclipst werden können. Wenn man diese kleinen "Unbequemlichkeiten" ins Verhältnis setzt zu der körperverletzenden Prozedur des Ohrlochstechens und dem anschließenden, manchmal übel endenden Heilungsprozess, so spräche doch eigentlich alles für Clips? Trotzdem sind Clips m.W. fast ganz aus der Mode gekommen. Weshalb?

Auch das Argument, dass man geclipsten Schmuck schneller verliert als "eingehängten", sticht nicht. Meine Frau hat sicher schon ein halbes Dutzend Ohrstecker und über einfache Haken befestigten Ohrschmuck verloren.

Ich denke, dass für uns alle hier Ohrclips - wenn überhaupt - nur halb so "aufregend" sind wie in Löchern getragener Ohrschmuck. Nein, Ohrringe müssen schon "gepierct" sein. Sonst sind sie - zumindest für mich - reizlos.

Bleibt also die Frage, ob das Stechen von Löchern NUR eine Frage der sicheren "Befestigung" von Schmuck am Körper ist, oder ob für viele (vor allem hier) mehr dahinter steckt.

Ich persönlich denke und fühle, dass man Ohrlöcher nicht allein auf die Frage einer praktischen "Befestigung" des Schmucks am Körper reduzieren kann.

Ich habe schon mehrfach davon berichtet, dass bei mir die Freude an Schmuck sehr früh begonnen hat. Etwa mit einsetzender Pubertät. Wobei es ganz normal ist, dass diese sekundären Dinge von Jugendlichen oft früher wahrgenommen werden als die aufkeimende Sexualität selbst. Nie wäre ich jedoch auf die Idee gekommen, mir Ohrringe nur anzuclipsen. Obwohl ich damit weit weniger Probleme mit den Spuren des heimlich getragenen Schmucks gehabt hätte. Das war und ist für mich einfach absolut reizlos.

Immer schon fand ich zwar jede Art von Körperschmuck (auch Ringe, Ketten und auch gut gemachte und platzierte Tattoos) sehr reizvoll. Den eigentlichen "Kick" gibt mir Schmuck aber erst dann, wenn er gepierct getragen wird. Wer möchte hier widersprechen?

Bleibt also weiterhin die Frage, weshalb ist Schmuck für uns erst dann besonders reizvoll, wenn er unter die Haut geht? Oder ist das etwa schon die Erklärung?

Gruß vom Piercloch

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