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Re: Knubbel am Ohrloch und Zusatzfrage

geschrieben von Dr.Moose am 10.07.2008 um 09:35:19 - als Antwort auf: Knubbel am Ohrloch und Zusatzfrage von GH
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 Hallo,
ich fang mal mit der eher nebensächlichen Frage an:
Welchen Durchmesser hat ein vom Juwelier geschossenes Ohrloch im Normfall?

Dann die Hauptfrage:
Meine Freundin hat an einem Ihrer geschossenen Ohrlöcher eine Art Knubbel (hinterm Ohrläppchen). Der Knubbel ist relativ fest, bisschen rötlich und seit Ewigkeiten so, der verändert sich also nicht irgendwie.
Hat jmd. (ohne jetzt ein Foto zeigen zu können) eine Idee, was das sein kann, was man evtl dagegen tun kann etc?
Kann das ein "Schaden" vom Schießen sein oder evtl Schmuckunverträglichkeit?
Sie hat jeweils 3 Löcher und im 2. und 3. verträgt sie keinen Schmuck für mehr als ein paar Stunden (meist aber Modeschmuck). Können da Piercingringe aus Chirurgenstahl vielleicht Linderung bringen?

Danke, GH


Hallo,
auch wenns der Heilige-Piercer-Fraktion hier im Forum nicht passt, solche Knubbel kann man sich auch bei gepiercten Ohrlöchern holen. Die sind nämlich eine ganz normale Reaktion unseres Körpers auf Fremdkörper in der Haut. Beim einen kommen sie mehr zum Vorschein, beim anderen weniger. Es sind sog. Fremdkörpergranulome. Meine Erfahrung ist, je öfter das Ohrläppchen durchstochen wurde, desto eher entstehen sie und desto dicker werden sie. (Wenn ich mich richtig erinnere, habe ich vor Jahren schonmal was darüber geschrieben, vielleicht hast Du ja Zeit, mal im Archiv zu stöbern). Wirklich was dagegen tun kann man nicht. Einfach mit einer guten Hautcreme täglich bis mehrfach täglich eincremen, und in ruhe lassen.
Nun kommt allerdings bei Dir noch was anderes ins Spiel: Der Schmuck wird nicht vertragen. Was verstehst Du darunter: Juckreiz, Rötung usw? Dann könnten die Knubbel auch Reste der Unverträglichkeitsreaktion sein, die durch immer wieder Tragen des Schmucks aufrechterhalten wird, und zu dauerhaften Schwellungen, ähnlich wie Vernarbungen führen kann. Ob Schmuck aus sog Chriurugenstahl da Abhilfe schafft, sei dahingestellt, denn dieser Stahl ist zwar für chirurgische Instrumente gedacht, aber nicht für einen längerfristigen Kontakt mit dem Körper. Wichtig ist vorallem, daß der Schmuck sicher nickelfrei ist. Eher würde ich mir da was von Gold, (muß aber hohen Reinheitsgrad haben) oder Titan versprechen. Oder spezielle Kunststoffe wie PFT.
Keloide denke ich eher sind es nicht. Die werden zwar immer in solchen Zusammenhängen genannt, sind aber seltener als man so denkt.
Aber letztendlich kann man das auf die Ferne, ohne die Knubbel gesehen zu haben, nicht wirklich klären.
Zur anderen Frage: Die Pistolen-Erstohrstecker haben meist einen Durchmesser zwischen 1,0 und 1,2mm. Wie groß das Loch nachher ist, hängt aber von einer Unzahl anderer Gegebenheiten ab (Gewebeelastizität, Knubbel, Durchmesser und Gewicht des getragenen Ohrschmucks Tragehäufigkeit und noch viel mehr).

Gruß
Dr.Moose


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