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Re: Perforierte Ohren
geschrieben von Jochen am 18.01.2000 um 23:03:46 - als Antwort auf:
Perforierte Ohren von Frederike (II)
>Ich habe mich seit Jahren nicht mehr um meine Ohrlöcher gekümmert - man kann sie kaum noch sehen, aber jetzt will ich unbedingt auch wieder
Ohrringe tragen! Hat jemand Erfahrungen damit, ob man Löcher, die bestimmt drei Jahre nicht benutzt worden sind, einfach selbst wieder durchstechen
kann?
hallo Frederike,
also ich hab noch kein richtig verheiltes Ohrloch wieder ganz zuwachsen sehen. Ich habe selbst jahrelang in den beiden Löchern (links) nichts mehr getragen und auch noch nach so langer Zeit ist da nichts zugewachsen. Die Stichkanäle haben sich wohl mit Talgablagerungen gefüllt und sind etwas geschrumpft, aber zuwachsen tut da nix.
Größter Fehler beim 'Wiederbeleben' ist, daß man(n) -oder frau- mit einem - womöglich noch nicht mal mit Alkohol desinfizierten- Ohrstecker probiert mit mehr oder auch weniger sanfter Gewalt, diesen durch den Stichkanal zu drücken.
Dabei wird dann die ganz dünn gewordene Haut des Stichkanals verletzt oder die Spitze des Steckerstifts durchbort sie gar und kommt an der Rückseite des Ohrläppchens neben dem eigentlichen Ohrloch an -mit der angesprochenen sanften
Gewalt auch durch. Und dann hat man den Salat. Der Stecker war nicht steril, der
Stichkanal ist ruiniert und es kommt zur Entzündung.
Noch besser alle die, die das Loch mit einer Nadel, Spitze voraus meinen neu duchstechen zu müssen.(womöglich noch täglich) Das kann kein verengter und ganz empfindlicher Stichkanal überleben. (Leider mußten die Ohrlöcher meiner Freundin nach Weihnachten eine ähnliche Prozedur über sich ergehen lassen, ohne daß ich dazu gekommen wäre noch was zu sagen.)
Ich denke, die beste Vorgehensweise ist wohl die, daß man mit einer desinfizierten (Alkohol), dünnen Nähnadel ganz vorsichtig unter leichtem hin- und herdrehen zwischen Daumen und Zeigefinger, mit dem Nadelöhr voraus (!)vollkommen ohne Druck schaut, ob die Nadel noch durch den Stichkanal geht oder wirklich auf Widerstand stößt.
(Von einer Bekannten hab ich mal gehört, daß sie so noch durch die ca. 15 Jahre
alten Ohrlöcher bei ihrer Mutter gekommen ist.)
Anschließend sollte man - ebenfalls ganz vorsichtig unter leichtem hin- und herdrehen- mit Alkohol benetzte Ohrstecker mit möglichst dünnen Stiften durchstecken und ein paar Tage am Stück ununterbrochen tragen. Tritt dabei keine
Entzündung auf, ist die Sache gegessen.
Kommt man so nicht durch den Stichkanal (hab ich noch nicht erlebt), kann man
ja immer noch mit entsprechendem Druck mit einem Stecker (dann aber bitteschön steriler Erstlingsstecker !)den Kanal an der Stelle wieder weiter stechen, ab der er zugewachsen war.
Hoffe, das hilft Dir weiter ;-)
Dann mal viel Erfolg
Gruß
Jochen
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