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Re: Fortsetzung - Wie ich zu meinen Piercings kam…
geschrieben von Thomas am 09.06.2010 um 18:10:58 - als Antwort auf:
Re: Fortsetzung - Wie ich zu meinen Piercings kam… von Marc
Hi Marc,
also ganz so spannend war das bei mir nicht gewesen, obwohl ich auch lange gezögert habe bis es zum ersten Ohrring kam. Die Sehnsucht nach Ohrringen kam bei mir auch schon in den 80er Jahren, aber ich traute mich auch nie so recht, da ich nicht wusste wie meine Eltern reagieren würden.
Die ersten Jungs an der Schule trugen bei uns mitte der 80er Jahre auch schon Ohrringe und da stand für mich fest: Ich will auch einen Ohrring haben, aber wie das den Eltern klar machen. Erst mit 21 Jahren war es soweit, als damals mein bester Freund/Kumpel auf einmal mit einem Ohrstecker vor mir stand. Am nächsten Tag bin ich dann auch zum Juwelier gegangen besser gesagt bis vor dem Laden war ich schon gewesen. Und dann bin ich erstmal ein paar mal auf und ab gegangen bevor ich mir den Mut gefasst habe rein zugehen. Also ich dann in den Laden und habe meinen Wunsch geäußert und wenige Minuten später funkelte ein goldener Ohrstecker mit blauem Stein in meinem linken Ohrläppchen. Nach etwa 3 Monaten, ich trug längs die erste Creole, lies ich mir links den zweiten Stecker schießen, von dem ich so direkt nicht viel hatte, da ich ich 3 Monate später zum Bund musste und beim Bund sind Ohrringe ja verboten. Ich habe aber die Löcher immer aktiviert abends, damit sie mir nicht zuwachsen.
Es sollten noch 4 Jahre vergehen (erst kurz vor der Jahrtausendwende) bis ich mir im rechten Ohrläppchen den ersten Ohrring tragen sollte. Auch hier wieder das gleiche Spielchen wie schon beim ersten Mal: Was eigentlich in dem Falle recht albern war, da ich ja schon zwei Ohrringe hatte. Ich lief vor dem Laden wieder auf und ab und dann zog ich es schließlich doch durch. Da Ohrringe aber auch irgendwie süchtig machen können, entschied ich mich zu einem dritten Loch im linken Ohrläppchen. Das ging eigentlich wieder recht schnell ohne großartig vor dem Laden auf und ab zu laufen. Im Sommer 2004 lernte ich dann meinen ersten festen Freund kennen der begeisterter Ohrringträger war. Er hatte im rechten Ohr ein Helix-Piercing was mir sehr gut gefiel. Allerdings wollte ich es auf der linken Seite habe. Er schleppte mich kurzer Hand ins Piercingstudio, wo ich mich erstmal ausführlich beraten lies, aber seltsamerweise verlies mich auch hierbei erstmal wieder der Mut... beim zweiten Anlauf, gut 8 Wochen späer habe ich mir dann endlich das Helix-Piercing stechen lassen, welches ich wie auch die vier anderen Ohrringe immer noch trage und auch nicht mehr missen möchte. Wie heißt es so schön: Ohne Ohrringe fühle ich mir irgendwie nackt...
Kann das selbst nicht nachvollziehen, dass sich Menschen Ohrringe stechen lassen und sie dann nicht mehr tragen wollen...und ausgerecht noch die Personen die damals für mich das Vorbild waren.
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