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Pendientes

geschrieben von jetztauchmitloch am 10.08.2012 um 22:33:59
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Pendientes
Über 20 Jahre der ungeklärten Ohrlochstechfrage sind jetzt vorbei. Ich hatte im Urlaub meinen 45. Geburtstag, und da ist es passiert. Studex gegen Ohrläppchen 1:0.
Doch zum Anfang. Na, vor gut 20 Jahren versuchte meine Schwester mich mehrmals zu überreden, mir auch ein Ohrloch stechen zu lassen (Sie hat bis heute 3-3). Getraut habe ich mich aber nicht, obwohl in mir ein unterbewußtes Verlangen nach einen Ohrring da war.
Jahre später versuchte dann meine Frau zu einem Ohrring zu überreden. Wieder das gleiche – ich traute mich wieder nicht – aber das Verlangen wurde immer stärker.
Beim Stöbern im Internet zu Ohrlochstechen bin ich dann irgendwann auf das Ohrlochforum gestoßen. Und ab dann war es dann vollkommen vorbei mit mir. Ich mußte unbedingt auch ein Ohrloch haben, aber wie?
Ich versuchte mir vorzustellen, wie ich es anstellen könnte, mit einer Kanüle das Ohrläppchen zu durchstechen und dann in den Hohlraum der Kanüle den Verschluss einer Creole einzufädeln, und zurückzuziehen. Aber alleine nicht hinzukriegen. Was sollte ich tun. Eine Wette eingehen, die ich verliere. Wetteinsatz ein Ohrloch. Hat sich keine Gelegenheit ergeben.
Neues Ziel: im Urlaub 2011 zum Ohrlochstechen gehen. Wieder kein Mut. Immer größeres Verlangen. Tage, Wochen und Monate vergehen und kein Loch in Sicht.
Letztes Ziel: Es muss im Urlaub, möglichst an meinem Geburtstag passieren. In Spanien angekommen, war ich auf der Suche nach einem Juwelier und einem passenden Zeitpunkt. Und gerade an meinem Geburtstag musste ich zur Apotheke etwas holen. An der Tür der Apotheke hing ein Schild: „Pendientes-Ohrringe“. Wenn das mal nicht ein Wink mit dem Zaunpfahl war. Medizin abgeholt, raus und im Schaufenster noch ein Werbeschild zum Ohrlochstechen. Jetzt gab es kein zurück mehr. Am nächsten Morgen stand ich wieder in der Apotheke: Was kostet ein Ohrloch zu stechen? 12€ die Antwort des Apothekers, „wollen Sie einen haben? Ja!!!!
Er holte aus dem Schrank den Koffer mit dem Aufdruck „Studex“ hervor. Dann konnte ich den Erststecker auswählen. Eine kleine silberne Kugel habe ich mir ausgesucht. Dann ging es schnell. Desinfizieren, Punkt anzeichnen und los. Dieses Gefühl ist unbeschreiblich und so lange herbei gesehnt. Es ist keinerlei Schmerz; es fühlt sich an, als ob die Spitze des Steckers ihren Weg durch verschiedene Schichten der Haut bohrt. Unglaublich! Ein Ohrloch.
Wieder zurück ins Hotel und dann ab in den Pool und ins Meer. Auch dann keinerlei Probleme oder Schmerzen. Ab und zu etwas drehen (fast dauernd- konnte mein Finger fast nicht weglassen).
Wieder zu Hause habe ich dann den Stecker morgens herausgenommen und für mich war der Fall Ohrring erledigt. Eine fast unsichtbare kleine Einstichstelle war vorhanden. Da hatte ich die Rechnung aber ohne meine Frau gemacht. Als sie später vom Einkaufen zurückkam, ist ihr es aufgefallen. Wo ist der Ohrring? Sie redete solange auf mich ein, daß ich beschloss den Ohrring wieder reinzustecken und drinzulassen. Es war schwierig, da sich das Loch auf der Rückseite schon verschlossen hatte. Mit ewtas Druck gings dann doch durch.
Mit einem unguten Gefühl ging ich die folgende Woche wieder zur Arbeit, was aber vollkommen unberechtigt war. Keiner der Kollegen/Chef hat mich auf den Ohrring angesprochen, auch sonst keiner, ausser den Familienangehörigen.
Jetzt nach einem Monat ist mein Ohrring Alltag geworden.
So Männer, nur Mut und nicht mehr länger warten. Man muss auch nicht zum Piercer gehen, mit dem Studex-System ist es aus meiner Sicht genau so gut.


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