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Re: Mein Weg zu den perfekten Ohrlöchern

geschrieben von O-Fan am 25.11.2012 um 08:31:58 - als Antwort auf: Mein Weg zu den perfekten Ohrlöchern von Katrin
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Danke Katrin, für diese wunderschöne Geschichte um deine Ohrlöcher und Ohrringe! Du hast sie sehr gefühlvoll geschrieben und so gut formuliert, dass ich gerne weitergelesen hätte. Dir weiterhin viel Freude mit deinem Ohrschmuck und trage ihn bewußt! O-Fan


 Es hat lange gedauert, bis ich mich dazu entschlossen habe, mir Ohrlöcher stechen zu lassen.
So lange ich denken kann, trägt meine Mutter Ohrringe aber im Gegensatz zu anderen Müttern vertrat sie die Auffassung, dass ich erst dann Ohrlöcher bekommen sollte, wenn ich wirklich entscheiden kann, dass ich das auch will.

Als ich in dem Alter war, in dem meine Freundinnen ihre Ohrlöcher bekamen, wollte ich nicht. Das Interesse an Ohrringen kann sich legen, die Löcher bleiben.

Erst als meine Freundin zum ersten Mal Perlenohrringe trug fiel mir auf, dass ihr ganzes Gesicht dadurch weiblicher wirkte.

Ich fing an zu grübeln. In den nächsten Wochen schaute ich immer ganz bewusst auf die Ohren von Frauen, die keinen Ohrschmuck trugen. Oft konnte man Löcher erkennen, manchmal auch nur erahnen. Schlimm sah das jedenfalls nicht aus. Darum stand meine Entscheidung fest: Ich möchte auch Ohrringe tragen und dazu brauche ich Löcher. Jetzt galt es, den richtigen Zeitpunkt zu finden. Es war gerade Winter, da kam das für mich nicht in Frage weil frisch durchstochene Ohrläppchen noch kälteempfindlicher sind. Der Sommer schied ebenfalls aus. Ich gehe unheimlich gerne baden. Das würde aber bei frisch durchstochenen Ohrläppchen die Infektionsgefahr erhöhen. Die Entscheidung fiel dann auf den Mai.

Ich wartete noch einen fälligen Frisörbesuch ab, denn ich wollte jede überflüssige Berührung der frisch durchstochenen Ohrläppchen vermeiden.

Eine Woche später war es dann so weit. Ich hatte mich entschlossen, meine Ohrläppchen bei einer großen Juwelierkette durchstechen zu lassen. Als es so weit war, wusch ich mir die Haare, föhnte sie und stecke meine Haare hoch sodass die Ohren frei waren. Als ich so vor dem Spiegel stand, fiel mein Blick auf meine Ohrläppchen. Mir war klar, dass ich sie so nicht mehr sehen werde. Dann machte ich mich auf den Weg. Es war der erste warme Tag nach einem langen Winter. Ich war richtig euphorisch.

Beim Juwelier ging alles recht schnell. Ich habe nur gezuckt, als die Ohrlochpistole knackte. Meine Ohren waren danach spürbar wärmer als vorher. Mit dem Ergebnis war ich zufrieden. Damit die neuen Ohrstecker auch jeder sehen konnte, trug ich die Haare die nächsten Wochen offen. Ich freute mich immer wieder, wenn ich meine Ohren mit den Steckern sah.

Nach 7 Wochen tauschte ich die Erststecker gegen herkömmliche Stecker aus, die ich rund um die Uhr trug, allerdings regelmäßig gegen anderen Stecker austauschte.

3 Monate nach dem Ohrlochstechen trug ich dann erstmals kleine, leichte Kreolen. Sah klasse aus. Nach 8 Monaten wagte ich mich erstmals an Ohrhänger ran. Der Stichkanal der Ohrlöcher war so gut verheilt, dass die Ohrlöcher auch schwereren Schmuck aushalten konnten.

Inzwischen sind fast 8 Jahre vergangen. Ich trage Ohrschmuck nur noch tagsüber. Meine Ohrlöcher sind – wenn ich keine Ohrringe trage – gut sichtbar. Schmuck bekomme ich problemlos in die Löcher auch wenn ich – was ich immer mal wieder tageweise keinen Schmuck trage.

Meine Ohren könnte ich mir ohne diese kleinen Löcher nicht mehr vorstellen.


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