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Karins Ohrlöcher
geschrieben von HEINER am 25.11.2012 um 11:57:42
LIEBE KARIN UNBEKANNTERWEISE
Diesen erfrischenden Artikel hätte meine Frau auch schreiben können, wenn sie noch leben würde.
Wir lernten uns im "reifen Alter" (knapp unter 30) kennen, und ich schenkte ihr zu Weihnachten ein Paar goldene Ohrringe (heute sagt man Kreolen dazu) obwohl sie keine Ohrringe trug und offensichtlich auch noch nie Ohrlöcher hatte.
Wie sie mir später erzählte, dachte sie, daß in dem kleinen Geschenkschächtelchen ein Ring sei, ein Verlobungsring. Aber sie freute sich über die Ringe und beschlo0, sich gleich am nächsten Tag Ohrlöcher stechen zu lassen. Damals gab es wohl noch keine Stechapparate, der Juwelier benutzte kleine Ringe mit angespitztem Bügel. Die saßen ganz stramm im Ohrläppchen und leider auch schief: links genau in der Mitte, rechts näher an der Wange und auch 2 mm höher.
Ein Jahr lang trug sie diese schiefen Ohrringe und ein Jahr später, wieder zu Weihnachten, durfte ich ihr mit Hilfe einer Sicherheitsnadel ein neues Loch stechen. Wir setzten Perlenstecker ein, und diese ließ sie bis Karneval in den Ohren, tags und nachts. Zu Karneval nahm sie den Stecker heraus, das Loch war wunderbar verheilt, und sie trug jetzt wieder die goldenen Ringe.
Gelegentlich trug sie auch in beien Löchern rechts zwei Ohrringe nebeneinander und links einen, das fanden wir beide interessant, aber nur tagsüber. In späteren Jahren, als wir beide über 50 waren, wenn sie mal keine Ohrringe trug, waren die Ohrlöcher deutlich zu sehen, aber das betrachteten wir beide als "Schmuck".
Für mich sind Ohrlöcher der schönste Schmuck einer Frau, und das glaube ich Deinen Zeilen auch zu entnehmen.
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