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Re: Frage an Christine bzw. alle/große Ohrringe
geschrieben von Christine am 21.01.2001 um 16:37:35 - als Antwort auf:
Frage an Christine bzw. alle/große Ohrringe von Birgit
> Hey Christine,
ich finde große Ohrhänger auch total klasse, ebenso grosse und massive Creolen. Leider habe ich das Problem, dass meine Ohren alle Ohrringe, die die Ohrläppchen langziehen irgendwie nicht verkraften. Nach spätestens 20 Minuten beginnen meine Ohrläppchen feuerrot zu werden und zu schmerzen. Wie stellst du das an??? Hast du dich langsam an das Gewicht gewöhnt? Benutzt du breitere Bügel? Ich würde auch gerne mal einen ganzen Tag meine Ohrringe tragen, aber das geht eben nur bei kleinen leichten. Würde mich über Tips freuen.
> Birgit
Liebe Birgit,
Dein Problem kann viele Ursachen haben. So wie Du's hier schilderst, würde ich eher auf eine allergische Reaktion wg. unverträglicher Schmuckmaterialien (Modeschmuck!) tippen.
Abhilfe bringt dann nur, "echten" (=teuren) Schmuck zu verwenden (was auch keine Verträglichkeits-Garantie sein muß – wir haben für unsere Piercing-CD reichlich zu diesem Thema recherchiert!) oder zumindest sicherzustellen, daß die Schmuckteile, die mit der Haut in Berührung kommen, nicht aus allergieauslösenden/unverträglichem Metall-Material bestehen. Oft genügt dann schon der Austausch des Durchsteckbügels gegen einen aus min 585 Gold, besser 750 oder 999 Gold oder 999 Silber (Sterlingsilber), aber bitte bloß nicht (Kupfer-) (Neu-) Silberdraht aus dem Bastelladen!!! Kannst Du mit etwas Geschick auch selbst machen oder von jedem Goldschmied oder Schmuckbastler machen lassen. Rohmaterial gibt's im Schmuckbedarfshandel (s. Branchenbuch)
Sonstige berührende Metallteile könntest Du möglichst unauffällig z.B. mit farblosem Nagellack bestreichen. Das ist normalerweise kaum sichtbar (außer auf glatten, stark spiegelglänzenden größeren Flächen), bringt eine gewisse "Isolation", ist jedoch kein Dauerzustand: Irgendwann geht der Lack ab und sieht dann nicht mehr sehr schön aus. Nagellackentferner (Nitroverdünnung, Aceton, Orangenöl) können u.U. auch den Schmuck anlösen (farbige Beschicktungen, Oberflächen-"Vergoldung", Kunstoffelemente)
Bei der Gelegenheit würde ich auch empfehlen, gleich dickere Bügel einsetzen zu lassen. Alternativ wäre auch möglich, über den Durchsteckstift ein Kunststoffröhrchen zu ziehen. Sowas gab's mal im Schmuckhandel gegen Allergiegefahr. Ansonsten irgendwas Passendes in Röhrchenform suchen. Kunststoff verursacht normalerweise keine Allergien.
Durch den dickeren Bügel oder Stift wird zwar das Loch etwas größer und muß evtl. anfangs mit Öl oder Creme etwas gedehnt werden, verhindert jedoch ein unschönes Einschneiden des Ohrläppchens nach unten bis hin zu Ausreißgefahr. Dieser Effekt kann auch schon bei leichtem, stark baumelndem Ohrschmuck auftreten, nicht nur bei schwereren Gehängen oder Ringen.
Ein größeres Ohrloch bis ca. 3 mm sieht bei Frauen meist nicht unschön aus und schrumpft nach einigen Stunden oder Tagen nach etwas Massage wieder von selbst auf die Größe eines "normalen" Ohrlochs.
Ansonsten ist natürlich alles auch Gewöhnungssache, besonders was außergewöhnlich schwerer Ohrschmuck anbetrifft. Auch ich habe mich darin im Laufe der Jahre erst noch gesteigert und kann heute dauerhaft und problemlos bis zu 50 Gramm schwere Schmuck-Gehänge in jedem Ohr tragen, die ich vor einigen Jahren noch nicht mal stundenweise vertragen hätte. Dafür war jedoch ständiges "Training" und viele liebevolle Ohrmassagen erforderlich. Allerdings habe ich inzwischen auch etwas größere Ohrtlöcher, ohne die so schwerer Schmuck gar nicht möglich wäre. Also nicht unbedingt zur Nachahmung empfohlen....!
Trotz aller Schmuckliebe: Was dauerhaft unangenehm ist, zumindest vorübergehend unterlassen, d.h., den unverträglichen Schmuck unbedingt rausnehmen, auch bei noch nicht vollständig verheilten Ohrlöchern oder Dehnungen! Andernfalls könnten sich allergische Reaktionen steigern. Schmuck soll immer nur Spaß machen!
Viele Grüße
Christine
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