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Wie ich zu meinem Ohrloch kam

geschrieben von Andreas am 07.11.2001 um 13:16:49
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Als ich ca. 10 Jahre alt war hatte ich mal so eine kleine Pistole aus Plastik, die vorne einen kleinen Stöpsel per Gummifeder wegschoss, der wiederum angebunden war. Es gab nur einen kleinen Knall.

Diese Pistole baute ich etwas um, benützte einen stärkeren Gummi, damit der Schieber etwas schneller wurde und somit lauter knallte.

Schon damals wußte ich so einigermaßen, wie Ohrlöcher gemacht werden. Sie wurden geschossen - mit einer Pistole. Selber zugeschaut oder gar die "Pistole" mal gesehen habe ich nie.

Ich wollte das mal an mir selbst ausprobieren, wie das ist, wenn man ein Ohrloch "geschossen" bekommt.

Da ich auch keine Ohrstecker zu Verfügung hatte, experimentierte ich mit einer Stecknadel, wie man sie zum Nähen nimmt: Gelber Platikkopf mit ca. 30 mm Länge.

Statt dem Stöpsel legte ich diese Nadel in den "Lauf" des Schiebers, der den Stöpsel eigentlich wegschießen sollte.

Dann richtete ich die Pistole auf mein Ohrläppchen und drückte ab, ohne mir Gedanken zu machen, was passiert.
Die Nadel bohrte sich ca. 2 mm in mein Ohrläppchen rein, aber nicht hindurch.

Da mich das noch nicht zufriedenstellte, kürzte ich die Nadel auf 3 mm, also nur der gelbe Stecknadelkopf und ca. 3 mm Stiftlänge blieben übrig.

Ich wiederholte die Prozedur und endlich blieb die verkürzte Nadel im Ohrläppchen stecken. Aber die Nadel hatte das Ohrläppchen nicht durchstochen, sondern war nur halb drin.
Da die Nadel ja keine Spitze mehr hatte, sondern nur eine recht stumpfe Abrißkante vom Seitenschneider, war ich überrascht, das sie doch steckenblieb.

Diesen Zustand genoß ich ein paar Stunden, bis ich mir dann das Ohrläppchen komplett "durchgeschossen" habe, in dem ich noch einen stärkeren Gummi als Federaufzug genommen habe und wieder die ganze Nadel (mit Spitze).

Ich war furchtbar aufgeregt, den Abzug der Gummifeder abzudrücken.
Es machte "KLACK" und Bruchteile danach und schaute tatsächlich die Nadel auf der anderen Seite des Ohrläppchens heraus.

Ich war begeistert, daß ich nun mein 1. Ohrloch mir selbst "geschossen" hatte.
Ich steckte die Nadel dann komplett hindurch, sozusagen bis zum Anschlag, bis der Nadelkopf flächig anlag.
Damit ich mich nicht verletzten konnte, kürzte ich die Spitze der Stecknadel soweit, bis nur so 2 mm auf der Rückseite des Ohrläppchens zu sehen waren.
Das Kürzen der Nadel war fast noch schmerzhafter als das "Durchschießen" mit meiner Spielzeugpistole.

Nach 1 Woche sehr vorsichtem Schlafen (damit ich nicht aus Versehen die Nadel wieder verlieren konnte) habe ich dann die Stecknadel durch einen richtigen Ohrring ersetzt, den ich noch heute trage (bin heute über 30)

Noch heute erinnere ich mich gerne an diese Geschichte, wie ich zu meinem ersten Loch in meinem Körper gekommen bin.


Habe hier im Forum und auch auf der Homepage schon einige Geschichten gelesen, wie Ihr zu Euren Ohrlöchern gekommen seit.

Da wollte ich auch meine nicht weiter für mich behalten.

Seit herzlich gegrüßt von


Andreas

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