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Re: Ohrstifte-dick oder dünn?
geschrieben von micha am 06.12.2001 um 23:30:14 - als Antwort auf:
Re: Ohrstifte-dick oder dünn? von Alexander
>
>>das mit dem Stiftdurchmesser ist zum Teil eine Geschmacksfrage. Leute, die auf dem typischen Piercing-Schmuck stehen (CBR), mögen es halt meistens etwas dicker. Wenn Du später nur kleine Ohrringe oder Ohrstecker tragen möchtest, dann braucht Du natürlich keine dicken Ohrstecker.
>Es handelt sich dabei nicht nur um eine Geschmacksfrage.
>Gerade vor dem Hintergrund, daß man mit Ohrschmuck auch mal irgendwo hängenbleiben kann (gerade bei längeren Haaren ein Problem - ich kenn aber auch ein Beispiel, wo es jemand geschafft hat, mit dem Traguspiercing in einer Autotür hängenzubleiben *g*), ist sicher dickerer Schmuck angenehmer.
>Warum das? Nun, je dicker der Schmuck, desto unwahrscheinlicher, daß man sich irgendwas ein- oder aufreißt.
>Man spricht hier auch vom sog. "Käseschneidereffekt" - Du kennst vielleicht diese Käseschneider, bei denen ein ganz feiner Draht als Schneide fungiert. Je dicker dieses Material wäre, desto weniger könnte man damit schneiden.
>Alexander
Hallo Alexander,
so einfach erscheint mir das nicht. Die typischen großen Mode-Creolen, die heute wieder sehr viele Mädchen und Frauen aus Silber oder Weißgold tragen, sind aus gewalztem Hohlblech hergestellt und dadurch ungemein flexibel. Wenn Du damit irgendwo hängen bleibst (und dafür sind die Chancen bei genügender Größe wirklich hervorragend), öffnen die sich bei einer noch völlig harmlosen Zugbelastung ganz von alleine. Je größer, um so problemloser. Ich spreche aus eigener Erfahrung; trage zur Zeit auf beiden Seiten 4-cm-Standard-Creolen - die gehen immer auf. Glaub mir´s! Darauf würde ich mich bei einem massiven dicken Piercingring (auch Klemmkugelring) nicht verlassen wollen. Die sind in Bezug auf ein Hängenbleiben verglichen mit Standard-Creolen häufig gemeingefährlich.
Unter "Käseschneider-Effekt" habe ich bislang das Einschneiden von schweren Ohrringen mit dünnen Stiften nach jahrelangem Tragen verstanden. Und das ist nach meiner Ansicht das Hauptproblem mit den dünnen Stiften.
Wenn Du mit deinen Ohrringen mal richtig hängenbleibst und die sich nicht öffnen können, bist Du mit dickem Durchmessser keinesfalls besser bedient als mit einem Dünnen. Ehrlich gesagt, in dieser üblen Situation wären mir dünne Stifte sogar lieber... Ohne Unfallchirurgie geht allerdings in beiden Fällen nix mehr (*horror*).
Grüße
micha
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