Das aktuelle Ohrlochforum ist nun hier. Unten siehst Du ein Teil vom Archiv von 1999 - 2018.
Eine Alternative: Die Einweg-Ohrlochpistole
geschrieben von Franzi am 11.04.2002 um 09:34:32 - als Antwort auf:
Re: Bitte Vorsicht bei Juwelieren etc... von Sven
Hallo Sven,
nun muß ich mich doch auch mal was zur Diskussion beitragen:
Daß beim Ohrlochstechen ein Blutnebel entsteht, kann ich nicht ganz nachvollziehen. Da der Stecker doch spitz ist und nicht stumpf, wie viele behaupten, und mit einer doch großen Geschwindigkeit ins Ohr geschossen wird, ist für mich unverständlich.
Auch den direkten Kontakt der Pistole mit der Wunde gibts ja nicht, da ja die Pistole nach unten abgezogen wird und ja der Ohrstecker dann im Ohr verbleibt.
Eine Alternative gibts zur Zeit bei einer Modeschmuck-Boutique: Ein Ohrlochstech-Einwegsystem.
Hier ist dann die vollkommende Hygiene gewährleistet: Denn es ist ein Einwegsystem, danach - sollte - es im Müll bzw. im Gelben Sack landen, da es aus Plastik ist (von der kleinen Spiralfeder mal abgesehen, die ja den Ohrstecker beschleunigen soll).
Also, liebe Ohrlochschieß- und Ohrlochpiercfraktion: Es gibt eine Alternative: Die Einweg-Ohrlochpistole !!!
Regt Euch deshalb wieder ab und werdet wieder sachlich, nicht persönlich !
Gruß
Franzi
>>Unabhängig davon ist Hep ja nur sozusagen der GAU (größe anzunehmende Unfall) >beim "Schießen". Wie ich schon mehrfach dargelegt habe, werden bei Juwelieren >im Regelfall die simpelsten Hygieneanforderungen nicht eingehalten, so daß >auch diverse andere Krankheiten übertragen werden können.
>Eigentlich wollte ich mich ja aus diesen Diskussionen immer raushalten, aber jetzt juckt es mír doch in den Fingern.
>Ich kann gut verstehen, wenn man als ängstlicher (oder besser vorsichtiger) Mensch lieber zu einem Piercer geht, um (vermeintlich) 1000%ig sicher zu sein.
>Ich denke aber, daß bei den gängigen Pistolen keine direkte Berührung mit der Wunde stattfindet. Es wird ja immer von Blutsprühnebel geschrieben. Ich kann nicht beurteilen, ob es diesen wirklich gibt. Eigentlich ist die Angelegenheit ja eher unblutig. Und das Loch wird ja sofort verschlossen. Und angenommen, es würden wirklich winzige Tröpfchen auf die Pistole gelangen, so ist das keine angenehme Vorstellung, aber real gesehen glaube ich, bliebe selbst dann die Gefahr gering, da das Loch nach dem Schießen vom Steckerkopf verdeckt ist und
>sich die Keime von der Pistole durch die Luft um den Stecker rum in
>die Wunde bewegen müssten. Direkten Kontakt zwischen Pistole und offener Wunde
>gibt es ja m.W. nicht. Und bei der Masse von herkömmlich geschossenen
>Ohrlöchern gäbe es sicher bei einer "realen" Gefahr mehrere Berichte, obwohl ich natürlich einsehe, daß die Übertragung später nur schwer auf das Ohrlochstechen zurückzuführen ist.
>Problem bei den Piercern ist, daß die meisten ihre Ohrlöcher in einem Alter bekommen, wo sie bei den Piercern gleich wieder rausgeschickt werden (müssen).
>Viele Eltern finden sicher die Atmosphäre beim Juwelier weniger abschreckend,
>als bei vielen Piercern. Und bieten die meisten Piercer Schmuck für die "breite Masse" für die Ohren an? Vielleicht wäre es an den Piercern normale Titan-Ohrstecker anzubieten und Ohrläppchen zu zivilen Preisen zu stechen. Jetzt kommt sicher wieder die Preisdiskussion, aber Juweliere verdienen ihr Geld auch nicht primär mit Ohrlochstechen. Man könnte es auch für eine geringe Marge anbieten, um die Leute ans Studio zu binden.
>Aber ich bleibe bei meiner Meinung, daß es eher der Ekel-Faktor aufgrund genauerer Hygienekenntnisse ist, als eine ernstzunehmende Gefahr, zum Juwelier
>zu gehen. (evtl. schlechtere Heilung klammere ich jetzt mal aus)
>Sven
Antworten zu diesem Beitrag: