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Steffi-Geschichte

geschrieben von HA 472 am 25.04.2002 um 12:00:54
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Hier ist die erwähnte, bereits ältere, Geschichte:


Stefanie sitzt mit ihrem Freund Bastian im Praktikumsraum der Biologie an ihrer Schule. Sie funkelt ihn böse an. "Vielen Dank. Weil du nicht die Klappe halten konntest darf ich jetzt nachsitzen." Der Lehrer ist vor ein paar Minuten verschwunden, mit der Versicherung in einer halben Stunde wieder vorbeizuschaun. Sie haben eine schriftlich Aufgabe bekommen, die sie solange erledigen sollen. Bastian steht auf. "Ja, sorry, man!" wiederholt er. Dann geht er zum Pult. "Ey, der Schlüter hat seine Schlüssel vergessen!" ruft er ihr zu. Er betrachtet die Schränke an der Wand. "Ob da einer paßt?"
"Laß den Scheiß, Basti!" memmt Steffi. Aber Bastian ist bereits dabei an dem Schrank mit der Aufschrift 'Petrischalen, Präparierwannen, Handschuhe, Präparierbesteck' die verschiedenen Schlüssel zu probieren. Dann klickt es und der Schrank öffnet sich. "Kraß!" freut er sich.
Steffi, immernoch sauer, schreibt weiter. Doch plötzlich steht ihr Freund mit einem Skallpell neben ihr. "Was soll das?" fragt sie, leicht nervös.
"Ich will wissen, ob du mich wirklich liebst." antwortet er. "Wenn du das tust, dann laß mich dir einen Teil von deinem Ohr abschneiden."
"Du spinnst wohl!" ruft das Mädchen mit den filzigen, langen, rotgefärbten Haaren entsetzt. Doch dann beginnt sie nachzudenken. Liebesbeweis, ihr Ohr... "Oookay... Wenn du es dir auch von mir machen läßt." Bastian zögert, will wohl erst widersprechen. Aber dann nickt er. "Gut. Aber ich darf zuerst." Steffi nickt und lehnt sich in ihrem Stuhl zurück.
Der Junge rückt einen anderen Stuhl neben sie und streicht ihre Haare weg. Er küßt seine Freundin sanft oben aufs Ohr. "Ganz ruhig."
Er nimmt ihr linkes Ohrläppchen zwischen Daumen und Zeigefinger der rechten Hand und beginnt damit, es zu massieren. Steffi spürt die angenehme Wärme dabei, das wohltuende Gefühl der Massage. In der linken Hand hält er das Skalpell, die scharfe Seite der Klinge nach oben. Er massiert weiter ihr Ohr. Die Siebzehnjährige hat die Augen geschlossen und genießt die Massage. Dann macht der Junge einen schnellen Schnitt zwischen Wange und Ohrläppchen. Zuerst denkt sie, er hätte ihr nur von hinten ans Ohrläppchen geschnippt. Doch dann spürt sie warmes Blut ihren Hals hinunterlaufen. Der Schmerz setzt erst ein paar Sekunden nach dem Schnitt ein. Etwas verpätet zieht sie scharf Luft ein und ruft "Au!" Auf den kurzen, scharfen Schmerz folgt ein anhaltendes, starkes Brennen, das ihr langsam die Tränen in die Augen treibt. Sie beißt die Zähne zusammen, als aus dem Brennen wieder Schmerz wird: Bastian zieht ihr von der Wange gelöstes Ohrläppchen nach unten und beginnt mit dem Skallpell, vom Kopf weg, entlang des Ohrrandes, zu schneiden. Es ziept stark, ein unangenehmes Gefühl, das bis ins Ohrinnere reicht und ein Jucken am Trommelfell verursacht. Sie hält es zunächst mit einem leisen Ton durch die gepressten Zähne aus, aber je weiter hoch er in den Knorpel schneidet, desto mehr tut es weh. Auf halber Ohrhöhe beginnt sie, zunächst noch leise und halb unterdrückt, zu schreien. Aus dem ziepen ist jetzt ein brennendes, sengendes, sehr schmerzhaftes Schneiden geworden, das wesentlich unangenehmer ist als die vorherige Art Schmerz - und noch dazu stärker. Als die Klinge oben um die Kurve im Knorpel schneidet ist aus dem leisen Schrei ein lauter geworden, es tut brutal weh. Dann kommt die Klinge wieder am Kopf an. Blut rinnt ihr in den Kragen. Mit einem schnellen Schnitt wird die Verbindung zwischen Schläfe und Ohrrand, oberhalb des Tragus gekappt. So ähnlich stellte sich Stefanie immer einen Kopfschuß vor. Der Schmerz, der trotz des schnellen Schnittes mehrere Sekunden anhält, treibt sie fast in den Wahnsinn. Sie heult und brüllt bis sie heiser ist. Und während Bastian das, was mal der 'umgekrempelte' Rand von Stefanies Ohr und ihr Ohrläppchen war in eine Petrischale legt, öffnet der Hausmeister, einer der Wenigen die sich nachmittags in diesem Gebäudeteil aufhalten, die Tür, da er das Mädchen schreien gehört hat. "Was ist denn los? fragt er besorgt. Dann sieht er sie, in Tränen schwimmend, die Hand ans Ohr gepresst, während darunter in Strömen Blut austritt, und ihren Arm und Hals hinabrinnt. Erschrocken ruft er: "Was ist den passiert?" Stefanie stammelt: "A-alles in Ordnung. Ich habe mit dem Skallpell rumgefuchtelt und dabei aus Versehen mein Ohr erwischt. Hat einen richtigen Schlitz hinterlassen." Der Mann kommt ganz herein. "Laß mich mal sehen."
"Nein!" ruft Stefanie. Dann ruhiger: "Rufen Sie lieber einen Krankenwagen."
Er nickt. "Na gut." Zu Bastian: "Bleib bei ihr!"
Der Hausmeister verläßt den Saal.
Bastian atmet auf. "Das war knapp."
"Ja." bestätigt Steffi. Sie schluckt. "Jetzt gibt mir das Messer, wir haben nicht viel Zeit."
Er überreicht es ihr, setzt sich und hält sein Ohr hin. Sie ignoriert das Blut, das ihre Kleidung verschmutzt und den brennenden und pochenden Schmerz an ihrem verstümmelten Ohr. Vielleicht ist es der Schock, der sie so ruhig bleiben läßt, während sie ihrem schreienden Freund den Ohrrand abschneidet, zu ihrem eigenen in die Schale legt und mit dem Finger über die beiden entfernten Körperteile streicht. Dann kommt Herr Schlüter wieder rein, aber bevor sie erfährt was er sagen würde verliert sie das Bewußtsein.

Hart und unlogisch, aber eine Story. Wenn die Schule eben langweilig wird, kritzet man so maches auf seinen College-Block...


Der Autor.

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