Das aktuelle Ohrlochforum ist nun hier. Unten siehst Du ein Teil vom Archiv von 1999 - 2018.
Re: Frauen ohne Ohrlöcher? Viel zu selten!!!
geschrieben von Steff am 02.06.2003 um 17:41:06 - als Antwort auf:
Re: Frauen ohne Ohrlöcher? Viel zu selten!!! von Ärosol
>Und warum belegt das jetzt, daß man mit Ohrlöchern für eine Prostituierte gehalten wurde?
Natürlich kein Beleg, sondern nur ein Beispiel. Aber es passt gut zu dem, was ich anderswo gelesen habe. Eher als Tendenz, natürlich wurde niemand direkt als Prostituierte eingestuft, aber es galt als 'unschicklich'.
Interessant ist ja, dass in der Generation Ende 19. Jh. die meisten Frauen Ohrringe trugen, dann gegen diese "Körperverletzung" protestierten und die Clips erfanden. In den grossen Hollywood- und anderen Filmen in den 40er- und noch in den 60er-Jahren ist keine Frau mit ersichtlichen Ohrringen aufgetreten. Die Römerinnen und Aegyptinnen (Quo vadis, 10 Gebote etc.) haben alle offensichtlich nur Clips, die das Ohrläppchen vollständig verdecken. Erst bei den neuen Römer-Filmen (Gladiator !) sieht man deutliche Bügel, die durchs Ohrläppchen hindurchgehen.
Das gleiche sieht man bei den Bond-Filmen; dabei wäre es interessant, dem etwas eingehender nachzuforschen. Jane Seymour (1973) hat wahrscheinlich nur Clips. Barbara Bach hat 1977 klar (kleine) Ohrringe.
Die einzige Frau in einem frühen Film mit offenbar echten Ohrringen, an die ich mich erinnere, ist die Partnerin von Humphrey Bogart im "Malteser Falke" (aus den 50ern ? noch s/w). Aber die ist als Mörderin ja auch keine besonders positive Figur ...
Audrey Hepburn in "My Fair Lady" (1964), Tippi Hedren in "Marnie" 1964, Faye Dunaway in "Bonnie and Clyde" (1967), Sofia Loren haben alle keine Ohrlöcher. In "Tod auf dem Nil" (1978) haben hingegen alle Frauen Ohrringe.
Antworten zu diesem Beitrag: