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Re: Gut versichert?

geschrieben von Don Mathes am 29.10.2003 um 11:35:50 - als Antwort auf: Re: Gut versichert? von Catz
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Hallo Catz,

>>Ejh sach mal Catz,
>>das war jetzt doch aber ein bißchen zu viel Ironie, oder?
>Nein.
>Also wer mit halbwegs offenen Augen durch die Welt geht und ab und an auch mal die Ohren anderer Menschen anschaut, sieht es immer wieder, wildes Fleisch, Schwellungen, Entzüngen etc. .Und da ich ja selbst viel Schmuck in den Ohren, vor allem im Knorpel trage, kommen oft verschiedeneste Leute auf mich zu um mich drauf anzusprechen, meist beginnen die Sätze mit "also bei mir hat es so geeitert, ich habe den Ohrstecker rausgenommen" oder mit "wie?Das ist bei dir verheilt? Bei mir nie" oder "ich kenne nur Leute, die es wieder rausnehmen mussten". Dass jemand keine Probleme hatte und beim Juwelier war, ist mir bisher 1-2x untergekommen, natürlich sind Probleme bei Knorpelpiercings auch beim Piercer nicht selten, weil Knorpel einfach nun mal schlecht heilt, aber man muss doch nicht mutwillig, wider besseren Wissens, sich Probleme und Schmerzen einhandeln.
Danke für Deine Antwort, Deine Ironie ist gut und offen und verständlich.

>
>>Ich denke, das gehört zur Toleranz, daß andere sich die "Schmuckzulegemethode" aussuchen dürfen.
>Habe ich ihm verboten zum Juwelier zu gehen?Im Gegenteil.Glaub mir, es ist mir herzlich egal, was hier jemand tut und tolerant bin ich allemal, aber man wird ja wohl, wenn inzwischen in diesem Forum nur noch ironisch, seinen Senf dazu geben dürfen.

>>(Solange sie gesetzlich krankenversichert sind, mag das ja gehen.
>Muss man die Krankenkassen belasten, einfach weil man Warnungen in den Wind geschlagen hat und so eigentlich mit vollster Absicht die Gefahr einging, so schlimme Entzündungen zu bekommen, dass ein Arztbesuch nötig ist?
Ja, eben das meine ich auch, ich denke sparsam, nicht nur Ministerin Schmidt.
Man sollte nicht die Kassen belasten.
>
>>Also zuerst zum Piercer, falls was schief geht, falls es da zu spät ist, wird der Arzt noch mit Desinfektions- u. Antibiotika-Mitteln helfen können, bevor das Ohr amputiert werden muß.
>Das sicherlich. Aber erst zum Piercer, ordentlich pflegen und den richtigen Schmuck einsetzen lassen.
>Mag ja sein, dass einem Ohrstecker gefallen, dennoch sind sie anatomisch nunmal ungünstig, da sie weder Schwellungen (die können grad beim Knorpel stark sein) zulassen, noch sich richtig reinigen lassen, da sie meist voll sind mit kleinen Unebenheiten und Rillen, wo sich Bakterien versammeln können. Auch sind sie eher selten aus Titan, sondern teilweise aus sehr fragwürdigem Material. Ich kenne eine, die hatte silbern aussehende Gesundheitsstecker in ihren Knorpel schiessen lassen, der Schmuck ist nach einer Weile grün-schwarz angelaufen und hat das Ohr irgendwie mit eingefärbt.

Das ist eklig, aber nicht nur er muß damit rumlaufen, auch wir müssen das ansehen...

>
>>ABER was ist mit den jetzt schon PRIVAT Kranken-versicherten - falls was total schief geht? - Trägt dieses Risiko aus der "Patient" allein oder wer kann mir dazu etwas sagen???)
>Keine Ahnung, auch mit 16 Löchern in den Ohren hatte ich bisher keinerlei Gründe zum Arzt zu gehen und abfallgefärdet sind meine Ohren nun wirklich nicht.
>Theoretisch wären Beseitigungen von Narbengewebe und Wiederherstellung der Ohren in ihrer früheren Form (ja, es kann zu Deformierungen kommen, wenn auch selten) kosmetische Eingriffe, die zahlt man ja normalerweise selbst, aber wie gesagt, von Krankenkassen habe ich keine Ahnung.

Meine Frage ist die: Bekam schon jemand für Erste Hilfe des Arztes eine Rechnung? Kosmetische Eingriffe meinte ich gar nicht.

>Habe eben mal gegooglet und gesehen, immerhin in Australien scheint man Schadenersatz zu bekommen, wenn man nach dem Piercen ein Blumenkohl-Ohr (wie schrecklich sowas aussieht, hab ich mal gepostet, auch wenns grauslig aussieht) bekommen hat....
>Catz

Ja, grauslig sieht es aus, ich schaute auch gleich mal auf den AUS/NZ-Artikel. Interessant finde ich ja, daß Blumenkohl-Ohr (engl. cauliflower) nicht nur bei den deutschsprachigen Piecing-Fans und _Kritikern heißt.
Die Frage nach dem Schadenersatz ist ja schwierig zu beantworten. Wer hat den Schaden verursacht? Der Piercer, der evtl. schlecht gestochen hat oder der Gepiercte, der das neue Löchlein nicht richtig gepflegt hat?


`Gruß und Danke,
Don Mathes

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