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Re: Piercer = Könner? Zweifel....
geschrieben von Catz am 18.01.2004 um 18:14:36 - als Antwort auf:
Piercer = Könner? Zweifel.... von Jens
>Also,
>ich habe da meine Zweifel, ob Piercer besser oder gar hinreichend ausgebildet sind- da wird doch oft das Hobby zum Beruf gemacht (bei den Preisen und dem Modeeffekt wohl zumindest in Grossstädten eine gute Einnahmequelle!). Piercer ist doch wohl, da es keine Ausbildung gibt, ein "Anlernjob".
Sicher. Es gibt viele, die es in einem der sehr fragwürdigen Wochenendkurs gelernt haben und auch welche, die am lebenden Objekt sich ausprobieren (einer erzählte mir mal wortwörtlich "eigentlich bin ich Tätowierer, piercen kann ich eigentlich nicht, aber es bringt Geld, darum mach is es"). Diese Piercer werden hier nie als Könner dargestellt. Es gibt aber eben auch Piercer, die 1 1/2-2 Jahre bei einem anderen _guten_ Piercer ihr Handwerk erlernen, mit Ärzten zusammenarbeiten und sich danach unter Aufsicht des erfahrenen Piercers so langsam an Kunden heranwagen. Kein guter Piercer würde nach einem Tag Nadeln durch Orangen oder Brotscheiben stechen, sich ernsthaft an Kunden heranwagen.
> Vorher kann man doch kein Urteil fällen, ob man ein "gutes" oder "schlechtes" Studio erwischt hat.
Aber es gibt, wie Alexander schon sagte, Kriterien, nach denen man gute von schlechten Piercingstudios unterscheiden kann.
>Und warum wird jeder Kosmetikerin mit Ohrlochpistole Dilettantismus und verantwortungsloses Handeln unterstellt?
Weil jeder, der sich mit der Materie ernsthaft befasst, weiß, dass es diletant ist, Ohrlochpistolen zu verwenden...
>Ein Seitenhieb noch: Auch die Pistolen, mit denen sich Diabetiker Insulin injizieren, wurden zuerst
>für den Gebrauch an Tieren entwickelt, getestet und erst dann für den Humangebrauch freigegeben....
Was hat das eine mit dem anderen zu tun?
Catz
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