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Merkwürdige Methode
geschrieben von Alex am 07.02.2004 um 12:25:17
John Steinbeck, Früchte des Zorns dtv-tb 1985
Seite 417:
(...)"Hier!" Die schmalen goldenen Ohrringe lagen in ihrer Hand. "Das ist für dich." Die Augen des Mädchens leuchteten auf, aber dann wandte sie sich ab. "Ich habe doch gar keine Löcher in den Ohren."
"Na, dann mache ich dir welche." Mutter eilte zurück ins Zelt und kam mit einer Pappschachtel wieder. Sie fädelte eine Nadel ein, nahm den Faden doppelt und knotete ihn an verschiedenen Stellen. Sie fädelte eine zweite Nadel ein und knotete den Faqden. ... Mutter trat zu ihr und hielt den Kork hinter das Ohrläppchen und stieß die Nadel durch das Ohr in den Kork hinein.... Mutter schnitt die Nadeln ab und zog an jedem Ohr den Faden mit einem Knoten durch das Ohrläppchen. "So," sagte sie, "jetzt ziehn wir jeden Tag einen Knoten durch, und in zwei Wochen ist alles gut, und du kannst sie behalten".
Die Story findet sich auf dieser Site unter "Literatur". Die Prozedur wundert mich. Die Knoten sollen sicher verhindern, dass der Faden einwächst. Aber wenn ich jeden Tag einmal einen Knoten durchziehe, reisse ich ja alles immer wieder auf. Wie soll denn da das Ohrloch abheilen? Und ziemlich unteril ist es obendrein. Irgendwoher muss der Autor die Methode aber haben. Was meint ihr dazu? Kann das funktionieren? Zwei Wochen sind ja nicht eben viel Zeit.
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