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Loch gleich mit 5mm Durchmesser!
geschrieben von Tina am 19.05.2000 um 13:49:13
HI!
Ich habe mir neulich meine ersten Ohrlöcher machen lassen. Mit 17! Deshalb wollte ich auch, daß es irgendwie besonders aussieht. Deshalb bin ich nicht zu einem Juwellier gegangen, sondern zu einem Piercer.
Der hat mir dann mehrere Dinge angeboten. Ich entschied mich dafür mir große Löcher machen zu lassen. Am liebsten gleich mit 5mm Durchmeser. Das geht normal nicht, es sei denn durch Ear-Scallpelling, was ich nicht wollte. Mein Piercer hat jedoch eine Werkstatt, in der er sonst Piercing-Schmuck herstellt. Er sagte mir ich solle in ein paar Tagen noch einmal vorbeikommen.
Das tat ich dann auch. Ich gab die Schriftliche erlaubnis meiner Eltern ab, die Bernd, so heißt der Piercer, verlangt hatte. Dann zeigte er mir das Gerät, das er für mich angefertigt hatte. Es war ein Vierzig Zentimeter langer und sich verdickender Stab aus Edelstahl. Man konnte, wie bei einer Dübelstange, immer 2cm-lange Stücke abtrennen. Jedes Stück war ein wenig dicker. Das vorderste Stück war eine Nadel.
Er sterilisierte das Gerät nun und zog sich Handschuhe an. Er desinfizierte meine Ohren und zweichnete mit jeweils einem Kreis die Löcher an.
Dann wechselte er die Handschuhe und holte das Gerät aus dem Sterilisator. Er steckte es wieder zusammen und dann ging es los.
Zuerst stach er mir das vordere Ende, die Nadel, durch. Er hielt die Stange etwa eine Minute in dieser Position. Dann schob er die Stange etwas weiter durch mein Ohr, wobei das Loch geringfügig gedehnt wurde. Nun machte er das Nadelsegment ab, damit es sich nicht hinter meinem Ohr in den Kopf bohrte.Nun schob er, immer im Minutentakt, die Stange ein wenig weiter durch mein Ohrläppchen, und machte das auf der Rückseite austretende Segment von der Stange ab.
Schließlich blieb nur noch ein dicker, 2cm langer Stift in meinem Ohr stecken.
Bernd nahm dann einen "Eartunnel", zog den Stift heraus und setzte den Tunnel ein. Dann desinfizierte er das Loch noch einmal.
Er nahm die einzelnen Segmente der Stange, wusch in einem Alkoholbad das Blut ab, sterilisierte das ganze noch einmal, wechselte die Handschuhe und desinfizierte mein Zweites Ohr. Dann wiederholte sich die Prozedur.
Das ganze dauerte eine Stund und kostete 250.-DM. Es blutete stark und war sehr schmerzhaft. Aber darauf war ich vorbereitet, Bernd hatte mich vorher gewarnt. Er gab mir ein Blatt mit, auf dem einige Hinweise für die Nachsorge standen. Außerdem gab er mir ein Fläschchen Desinfektionsmittel mit, mit dem ich mehrmals täglich meine Ohren behandeln sollte.
Was die Schmerzen angeht: Ich würde es wohl noch einmal tun. Es gab zwar keine Betäubing und es war sehr schmerzhaft, aber Bernd hat mir beruhigend zugesprochen und war ganz vorsichtig.
Fragt doch mal die Piercer bei euch in der Gegend ob sie das vielleicht auch so machen!
Bye, Tina.
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