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Re: Wie ich zu meinen Piercings kam…
geschrieben von joachim am 27.05.2010 um 21:00:28 - als Antwort auf:
Wie ich zu meinen Piercings kam… von daniel
Zu meiner Geschichte
Zum ersten mal kam ich in der Grundschule mit Ohrringen in Kontakt. Kaum ein Mädchen trug Ohrringe, jede die mit frisch gestochenen Ohrringen in die Schule kam, wurde bewundert und musste ausführlich berichten. Anfang der 80er Jahre liess sich ein Junge, der eine Klasse über mir zur Schule ging einen Ohrring schiessen. Er war der erste Junge auf der gesamten Schule der einen Ohrring trug. Seine Schwester war das erste Mädchen das im linken Ohr zwei Ohrringe trug. Zwei Wochen darauf kam ein weiterer Junge mit Ohrring zur Schule und immer mehr Mädchen liessen sich Löcher machen.
Mitte der 80er Jahre war ich mit meiner Mutter und Schwester mit dabei als sie sich Ohrringe schiessen liessen. Ich wollte auch einen Ohrring, meine Mutter sagte "das ist nichts für Jungs", das Thema war vorerst erledigt, aber der Wunsch nach einem Ohrring bleib.
Um etwa 1985-1986 herum trug erst etwa die Hälfte der Mädchen aus meiner Klasse Ohrringe. Eine Mitschülerin hatte bereits 2 Ohrlöcher im linken Ohr, hin und wieder stach sie sich selbst weitere Ohrlöcher und liess die Löcher wieder zuwachsen. Einige Mädchen liessen sich von Ihr mit einer Nadel Ohrlöcher stechen.
Mehrmals versuchte ich einen Erststecker durchs Ohr zu drücken. Damit es (meinen Eltern) nicht auffällt sezte ich von hinten an, ich schafftes es allerdings nie den Stecker weiter als durch die hintere Haut des Ohrläppchens zu drücken.
Mit 14 sind meine Eltern und meine Schwester für 2 Wochen in Urlaub gefahren, ich bin wegen eines wichtigen Fussballturniers zuhause geblieben. Gegen Ende der ersten Woche, nachdem alle öffentlichen Auftritte erledigt waren, versuchte ich zum ersten mal mir selbst ein Loch mittels Stecknadel zu stechen, ich kochte die Stecknadel ab, desinfizierte mien Ohr und stach mir ein Ohrloch. Ich war glücklich als ich den Stecknadelkopf auf meinem Ohrläppchen im Spiegel betrachten konnte. Der Versuch einen richtigen Ohrstecker einzufädeln misslang weshalb ich das Loch verheilen liess.
Wenige Monate später sind wir ins Landschulheim gefahren. Als unsere Lehrer im Bett waren haben wir uns heimlich getroffen. Wir spielten ein Spiel, während des Spiels diskutierenten wir darüber was dem Verlierer blüht. Eines der Mädchen brachte den Vorschlag dass sich der Verlierer einen Ohrring bekommt und den Ohhring mindestens einen Tag tragen musste. Wir willigten ein und spielten weiter. Jeder Verlierer bekam ein Ohrloch mit einer Nähnadel und einer Halbierten Kartoffel verpasst, ins frisch gestochene Loch wurde einer der Stecker welchen die Mädchen trugen eingefädelt. Ich war der erste Junge dem ein Ohrring gestochen wurde, das stechen an sich war relativ schmerzfrei, erst als der Ohrstecker durch das frisch gestochene Loch gefädelt wurde war es ziemlich schmerzhaft. Zwei Tage späte entfernte ich den Stecker, mein Ohr hatte sich ziemlich entzündet.
Ein Jahr später war ich und mein bester Freund mit zwei befreundeten Mädchen in der Stadt, Im Kaffe sprachen die Mädchen über Ohrringe und beschlossen, dass Sie danach beim Juwelier einen zweiten Ohrring machen lassen, sie fragten uns ob wir mitgehen. Wir sind mitgegangen, nachdem die Mädchen Ihr Ohrloch hatten suchten Sie für uns silberne Erststeker aus und meinten dass wir und ebenfalls einen Ohrring stechen lassen sollten, nach kurzer Bearbeitung bekamen mein Freund und ich ein Ohrloch verpasst. Zuhause angekommen, sagte niemand etwas zu meiner neuen Erungenschaft. Irgendwie war ich glücklich dass ich ein Ohrloch hatte. Nach etwa 3 Wochen nahm ich den Steker heraus und liess das Loch verheilen, da der Stecker recht schief geschossen war.
Etwa 2 Jahre später bemerkte meine damlige Freundin die Narbe und den Knubbel in meinem Ohrläppchen, Sie fragte mich ob ich schon einmal einen Ohrring hatte, ich erzälte ihr die Story. Sie versuchte das Loch zu reaktivieren was misslang. Einige Wochen später waren wir bei Ihrer Freundin zum Essen eingeladen, nach dem Essen wurde ich überrascht, ihre Freundin arbeitete in einem Friseurgeschäft, stach Ohrlöcher und hatte eine Ohrlochpistole mitgebracht. Meine Freundin liess sich von Ihr ein viertes Ohrloch links stechen und überredete mich dass ich mir den übrigen Stecker ebenfals stechen liess. Etwa 3 Jahre trug ich einen Ohrring bis ich ihn wegen der Bundeswehr herausnahm.
Vor 10 Jahren lernte ich meine jetzige Frau kennen, nach ein paar Wochen bemerkte Sie mein Ohrloch, war ausser sich und reaktivierte mein Ohrloch mit einem Ihrer Stecker. Wir sprachen über Ohrschmuck, sie meinte dass sie sich seit längerem rechts ein drittes Loch machen lassen wollte, allerdings hate der Juwelier das Stechen abgelehnt das das Loch zu nah am Knorpel sei und zum Piercer wolle sie nicht gehen. Ich meinte es sei kein Problem Ihr das Loch zu stechen, sie solle eine Venenverweilkanüle und Erststecker besorgen. Am Wochenende darauf hatte Sie die Utensilien dabei, ich stach ihr rechts das dritte Loch, und fädelte den Stecker ein. Sie stach mir links ein zweites Loch.
Ich bereue keine meiner bisherigen Erfahrungen mit Ohrschmuck, das schönste war immer noch die Prozedur des stechens, zum Schmucktragen musste mich immer jemand überreden. Mir gefällt es heute noch wenn ich Frauen mit mehrfach geschmückten Ohren sehe.
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