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Re: Gut versichert?
geschrieben von Catz am 29.10.2003 um 12:07:41 - als Antwort auf:
Re: Gut versichert? von Don Mathes
>
>Ja, eben das meine ich auch, ich denke sparsam, nicht nur Ministerin Schmidt.
>Man sollte nicht die Kassen belasten.
Vor allem nicht mit solchem selbstangerichteten Dummfug...
>Das ist eklig, aber nicht nur er muß damit rumlaufen, auch wir müssen das ansehen...
Stimmt, ich saß in der Schule neben dieser Person und sah das ganze jahrelang ;-), immerhin, es war abschreckend...
>Meine Frage ist die: Bekam schon jemand für Erste Hilfe des Arztes eine Rechnung? Kosmetische Eingriffe meinte ich gar nicht.
*Frage_in_die_Runde_stell*
Naja, erste Hilfe bekommt man doch eigentlich immer, denn der Arzt ist ja verpflichtet einem zu helfen. Sie helfen ja auch Leuten, die freiwillig ausm Fenster gesprungen sind, sich eine Überdosis Drogen reingefahren haben oder die im illegalen Skigebiet gegen einen Baum gebrettert sind.
Bei Krankenkassen stellt sich erst die Frage, ob sie zahlen, wenn sie teure Behandlungen zahlen müssen, die nicht sein müssten und so lassen sie jemanden mit Blumekohlohr vermutlich schon damit rumlaufen bzw. die Korrektur zahlen. Fände ich zumindest unlogisch, wenn sie das dann bezahlen würden.
>Die Frage nach dem Schadenersatz ist ja schwierig zu beantworten. Wer hat den Schaden verursacht? Der Piercer, der evtl. schlecht gestochen hat oder der Gepiercte, der das neue Löchlein nicht richtig gepflegt hat?
Ja, das könnte schwierig sein, da die Beweislage unklar ist.
Juweliere sind in sofern geschützt, dass sie ja normalerweise keine Einverständniserklärung unterschreiben lassen (so kenne ich es zumindest)und einem auch nix schriftliches mitgeben, so kann man ja nicht mal beweisen, dass es nun der und der Juwelier war und nicht vielleicht doch der gegenüber...
Beim Piercer geht das schon eher, manche geben einem schriftlich (ja, wirklich mitsamt Unterschrift) mit, dass sie es waren, die einem dies oder jenes gepierct haben. Anderseits unterschreibt man eine Einverständniserklärung und dass man über Risiken aufgeklärt wurde (und wird man im guten Studio ja auch).
Und dann muss man ja, wie du schon sagtest, noch beweisen können, dass es die Schuld des Juweliers/Piercers war. Beim Juwelier ginge es noch, es gibt genug Meinungen von Ärzten, die bestätigen können, dass das eine recht heikle Methode ist, mit Ohrlochpistolen Knorpelpiercings zu machen. So könnte eine ähnliche Rechtslage wie bei Biotattoos erreicht werden, da gibt es inzwischen Urteile, dass die, die sowas anbieten, bis zu 5000 Euro Schadenersatz zahlen müsen, weil sie es anbieten und wissen müssten, dass es nicht geht. Andererseits steht es ja jedem frei sich zu informieren und wenn man, auch wenn man es besser weiß, doch zum Juwelier geht, ist man ja eigentlich doch wieder selber schuld.
Und grade unseriöse Juweliere und Piercer behaupten gern, dass die Kunden schuld seien an Problemen (ich erinnere mich gut an eine Piercerin aus Berlin, die meinte, die von ihr geschossenen Nasenpiercings entzünden sich nur, weil die Mädels sich immer Make-Up ans frische Piercing schmieren) und es ist auch wirklich schwer, wenn nicht gar unmöglich, für den Kunden, zu beweisen, dass er keine Pflegefehler gemacht hat.
Catz
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