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Re: Anleitung zum Selberstechen
geschrieben von CCalvin am 25.08.2001 um 00:14:34 - als Antwort auf:
Re: Anleitung zum Selberstechen von Sebastian
>Außerdem besteht der trick darin die P/T Bedingungen zu erhöhen, dann wieder abkühlen, damit sich Sporen, die das aushalten öffnen und dann wenn die offen sind das ganze noch mal zu machen. Also mehrmals das ganze wiederholen. Das mit dem wiederholen ist vor allem das besondere am autoklavieren.
Tja, das besondere am Autoklavieren ist nicht die fraktionierte Sterilisation...dies ist eine sinnvolle Weiterführung; sie erfolgt im strömenden Dampf bei 100°C (Tynadallisation). Eignet sich aber nur schlecht für das Sterilisieren von Piercing-"Besteck" o.ä., da sie viel zu lange und aufwendig ist.
Aber was liebe Leute macht man z.B. bei einem Bacillus subtilis, der es verdammt lang bei 120, 130 sogar bei 140°C aushält??
Gut, O.K. ist nicht wirklich der Problemkeim für Sepsis aller Art, aber trotzdem dazu in der Lage...
Und außerdem, auch wenn etwas steril verpackt wurde...wer sagt das die Geräte zuverlässig gearbeitet haben und weiter, wenn etwas aus der sterilen Verpackung entnommen wird, dann ist es nicht mehr steril....Bakterien sind einfach schnell im Besiedeln von Oberflächen...und die Hautflora ist z.T. auch nach dem "Desinfizieren" vorhanden...die bekommt man so nciht einfach weg...ein paar sind immer da.
Es ist sicherlich nicht die beste Methode die hier vorgestellt wurde, aber wieviele Millionen Menschen haben sich dieser Prozedur unterworfen und leben noch...früher wie heute...also alles ein wenig relativieren beim Reinheitswahn, oder wollt ihr euch vorm nächsten Piercen alle selber in den Autklaven legen??
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