Das aktuelle Ohrlochforum ist nun hier. Unten siehst Du ein Teil vom Archiv von 1999 - 2018.
Re: Anleitung zum Selberstechen
geschrieben von Nilz am 20.08.2001 um 02:47:47 - als Antwort auf:
Re: Anleitung zum Selberstechen von micha
>übertreibst Du nicht maßlos?
das sehe ich nicht so
>Zum Inhaltlichen:
>Erst einmal - ich gehe gerne klettern. Da holt man sich am laufenden Meter Schrammen und Wunden unter leider wenig sterilen Bedingungen und was passiert? In der Regel garnix (meine Tetanus-Impfung werde ich mir allerdings demnächst mal auffrischen lassen, da das schon einen Sinn macht). Wie oft hast Du Dich als Kind beim Spielen verletzt? Keime und Infektionsrisiken sind nun mal allgegenwärtig. Ich mag nicht einsehen, dass das Durchstechen von Ohrläppchen
anderen Regeln unterliegt.
Der Vergleich hinkt. Sich eine Schramme holen ist etwas Anderes. Vergleichen wir es lieber mit:
Sich eine Schramme holen am Berg und ein kleiner Stein verbleibt in der Wunde
>Wenn Du sauber arbeitest (z.B. Nadel abkochen - am besten kaufst Du dir in der Apotheke eine dicke Kanüle), ist das Selbst-Stechen durchaus verantwortbar.
Wenn man weiss was man tut ist das etwas ganz anderes. Die Mittel die auf der Webseite angepriesen werden sind aber vollkommen ungeeignet und nicht mit dem Stechen mit einer sterilen Braunuele aus der Apotheke zu vergleichen
>Meine Ohrlöcher habe ich mir selbst gestochen, überhaupt keine Probleme gehabt und sitzen supergut. Ich persönlich würde die Verantwortung allerdings nur für mich selbst übernehmen und hätte keine Ambitionen, den "Hobby"-Piercer für andere zu spielen.
Richtig. Etwas an sich selbst vornehmen ist etwas ganz anderes als derartige Anleitungen fuer Ahnungslose ins Netz zu stellen
>Übrigens: "Autoklavieren" ist nichts anderes als Sterilisieren mittels Hitze.
Mittels Dampf & Druck :)
>Und auch DEINE Haut ist dauernd voller Bakterien, verletzt Du Dich niemals? Oder rennst Du immer gleich bei jeder Schramme in die Uni-Klinik? Ich vermute, daß die größere Infektionsgefahr eher nach dem Durchstechen (egal ob im Studio oder selbst gemacht) in der Abheilphase besteht.
Steriles Arbeiten bedeutet lediglich, dass keine Chance besteht, dass fremde Bakterien/Keime in die Wunde gelangen. Dass ist bei den angepriesenen Methoden nicht sicher gestellt.
Nilz
Sozialethisch Desorientiert
Antworten zu diesem Beitrag: